Mit einem Abstrichstäbchen wird eine DNA-Probe aus dem Mund eines Mannes genommen. © dpa - Bildfunk Foto: Marcus Führer

Bei Vaterschaftstest betrogen? Brüdern droht Verfahren

Stand: 07.07.2021 15:19 Uhr

Weil ein Mann die Vaterschaft eines Kindes nicht anerkennen wollte, hat ein Mann aus Ostfriesland wahrscheinlich seinen Bruder zum gerichtlich angeordneten DNA-Test geschickt.

Eine junge Frau aus Ostfriesland war sich nach Angaben des Oberlandesgerichts Oldenburg sicher, wer der Vater ihrer im Jahr 2020 geborenen Tochter ist. Der Mann widersprach, daraufhin holte das Amtsgericht Aurich ein DNA-Gutachten ein. Nach dem Ergebnis der untersuchten Speichelprobe schien es so, dass der Mann nicht der Vater ist. Die Frau blieb bei ihrer Aussage. Sie vermutete, dass der leibliche Vater ihres Kindes seinen Bruder zur Entnahme der DNA-Probe geschickt haben könnte, der ihm sehr ähnlich sehe.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Das Oberlandesgericht ordnete eine zweite Probe an. Beim zweiten Test war junge Mutter dabei. Sie sollte den Probengeber identifizieren. Das Ergebnis war klar: Der Mann erwies sich als Vater des etwa eineinhalb Jahre alten Mädchens. Das Gericht hat die Staatsanwaltschaft informiert, die ein Verfahren gegen den Mann und seinen Bruder wegen versuchten Betruges prüft. Der Beschluss des Oberlandesgerichts stammt vom 19. April und wurde erst jetzt mitgeteilt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.07.2021 | 14:00 Uhr

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