Stand: 18.03.2019 20:01 Uhr

Arbeiten an "Gorch Fock" wieder aufgenommen

Irgendwann soll die "Gorch Fock" wieder in alter Schönheit auf den Meeren unterwegs sein. Für die Sanierung gibt es jetzt aber eine Kostengrenze.

Die Sanierungsarbeiten am Segelschulschiff "Gorch Fock" sind am Montag wieder aufgenommen worden. "Die Belegschaft ist sehr erleichtert", sagte der Betriebsratsvorsitzende der Elsflether Werft, Ralf Templin. Die Sanierung war wegen Korruptions- und Untreue-Vorwürfen gegen den früheren Vorstand der Elsflether Werft im Dezember vergangenen Jahres zunächst gestoppt worden. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte aber kürzlich angekündigt, den vorübergehenden Zahlungsstopp aufzuheben. Derzeit liegt die "Gorch Fock" in einem von der Elsflether Werft angemieteten Dock der Bremerhavener Bredow-Werft.

Strikte Kostengrenze vereinbart

Ab sofort gelten strengere Kontroll-Regeln für den Weiterbau. Auch wurde eine strikte Kostengrenze vereinbart. Demnach soll das Segelschulschiff bis zum Sommer für zunächst elf Millionen Euro schwimmfähig gemacht werden. Danach soll die Bark für weitere maximal 48 Millionen Euro wieder hochseetauglich werden. Die Gewerkschaft IG Metall Küste sprach von einem guten Signal für die etwa 120 Beschäftigten der Elsflether Werft und die Zuliefer-Betriebe in der Region. Nach den Untreue-Vorwürfen hatte die Elsflether Werft Insolvenz anmelden müssen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.03.2019 | 06:00 Uhr

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