Stand: 17.10.2019 00:02 Uhr

A29 nach Aufräumarbeiten wieder freigegeben

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Für Aufräumarbeiten war die Autobahn bis Mittwochabend in Fahrtrichtung Osnabrück gesperrt.

Nach einem Unfall mit einem Lkw, der Gefahrstoff geladen hatte, ist die A29 zwischen Wardenburg und Großenkneten (Landkreis Oldenburg) am späten Mittwochabend wieder für den Verkehr freigegeben worden. Zuvor mussten Spezialisten rund 80 Fässer mit der gesundheitsschädlichen und hochentzündlichen Chemikalie Isocyanat bergen. Anders als anfangs befürchtet, handelte es sich bei der Chemikalie laut Polizei um eine ungefährlichere Untergruppe der Isocyanate. Deshalb werde der Stoff auch nicht als Gefahrgut klassifiziert, sondern lediglich als Gefahrstoff.

Mitarbeiter in Schutzanzügen für die Bergungsarbeiten auf der A29.

A29 weiterhin teilweise gesperrt

Hallo Niedersachsen -

Auch einen Tag nach dem Gefahrgut-Unfall auf der A29 ist die Säuberung der Fahrbahn noch nicht abgeschlossen. Am Dienstag war ein Lkw mit 80 Fässern Isocyanat umgekippt.

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Fünf Fässer ausgelaufen

Fünf der Fässer waren bei dem Unfall beschädigt worden. Der Inhalt gelangte zum Teil in den Grünstreifen neben der Fahrbahn. Die Behörden stimmten sich nach Angaben der Polizei darüber ab, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland, Michael Mützel, sagte im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen: "Dass 80 Fässer Gefahrstoff von einer hochgiftigen Chemikalie nicht als Gefahrgut deklariert werden, mag zwar formal richtig sein." Diese Menge stelle jedoch "eine erhebliche Gefahr dar" und gehöre nicht auf die Straße, sondern auf die Schiene.

Lkw kippte auf Gegenfahrbahn auf die Seite

Der Lkw war am Dienstag gegen 11.30 Uhr auf der A29 in Richtung Oldenburg unterwegs, als er die Mittelschutzplanke durchbrach, auf die Seite kippte und auf der Fahrbahn Richtung Osnabrück zum Stillstand kam. Weil die Einsatzkräfte zunächst davon ausgingen, dass der Lkw eine sehr gefährliche Chemikalie geladen hatte, wurde die Autobahn zunächst weiträumig abgesperrt. Nachdem die Chemikalie als Gefahrstoff klassifiziert worden war, wurde die Sperrung in Richtung Oldenburg am Dienstagmorgen wieder aufgehoben. In der Gegenrichtung blieb die Fahrbahn aber zunächst gesperrt.

Schwerer Folgeunfall am Stauende

Am Dienstagnachmittag ereignete sich noch ein schwerer Folgeunfall auf der A29: Der 34-jährige Fahrer eines Kleintransporters übersah das Stauende und fuhr laut Polizei fast ungebremst auf einen noch rollenden Sattelzug auf. Der Kleintransporter verkeilte sich unter dem Auflieger, der 34-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er ins Krankenhaus geflogen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.10.2019 | 12:00 Uhr

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