Stand: 10.09.2018 15:22 Uhr

Protest gegen geplantes Kohlekraftwerk in Stade

Stade. Mehrere Hundert Menschen haben am Wochenende gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks an der Elbe protestiert. Nach Polizeiangaben gab es keine Zwischenfälle. Die rund 650 Teilnehmer zogen friedlich durch die Stader Innenstadt. Zu der Demo aufgerufen hatte ein Bündnis von Umweltschutzorganisationen und politischen Aktivisten. Der Protest richtete sich gegen ein Bauprojekt des Chemiekonzerns Dow. Das Kohlekraftwerk soll in das seit 2013 existierende - und seitdem mit Gas betriebene - Industriekraftwerk in Stade integriert werden.

Angst vor Schadstoffen

Umweltverbände befürchten, dass das Kraftwerk rund fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen werde. Und dass das Kraftwerk in den kommenden 40 Jahren so erheblich zum Klimawandel beitragen werde. Anwohner haben Angst vor den Schadstoffen: Feinstaub, Stickoxid und Schwermetall könnten die Gesundheit der Stader gefährden, hieß es. Das Unternehmen betont, dass das Kraftwerk auch andere Energieträger wie Biomasse und Wasserstoff verbrannt werden sollen. Modernste Technik werde eingesetzt, heißt es bei Dow, der Schadstoffausstoß liege unter den zulässigen Grenzwerten.

Im vergangenen Jahr hatten der Bund für Umwelt- und Naturschutz und eine Anwohnerin erfolglos gegen den geplanten Bau geklagt. Inzwischen hat der Verband Beschwerde gegen das Urteil beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 10.09.2018 | 14:30 Uhr

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