Eine Radarfalle steht an einer Straße. © picture alliance/Eibner-Pressefoto/Fleig Foto: Fleig

Landkreise ziehen problematische Radaranlage aus dem Verkehr

Stand: 21.04.2021 14:30 Uhr

Einige Landkreise im Nordosten Niedersachsens haben offene Bußgeldverfahren im Zusammenhang mit Blitzgeräten eingestellt. Offenbar gibt es technische Probleme mit dem Blitzer Typ "Leivtec XV 3".

Betroffen sind unter anderem die Landkreise Heidekreis und Lüneburg. Im Heidekreis werden derzeit sieben von acht Geräten dieser Marke nicht benutzt. In Uelzen wurden nach Angaben des Kreissprechers nur diejenigen Verfahren eingestellt, bei denen die Verstöße zeitlich nach Bekanntwerden der Probleme liegen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig hat durch Tests herausgefunden, dass es zu Messungenauigkeiten von bis zu 15 Stundenkilometern kommen kann. Wie viele Blitzgeräte in Niedersachsen insgesamt betroffen sind, ist unklar.

ADAC rät zu Antrag auf Einstellung des Verfahrens

Grund für die technischen Mängel sind laut Bundesanstalt reflektierende Flächen in den geblitzten Fahrzeugen, die für Irritationen sorgen. Der ADAC rät Betroffenen, bei denen ein Blitzer "Leivtec XV 3" eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt hat, einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens zu stellen. Dies ist allerdings nur in der zweiwöchigen Widerspruchsfrist möglich. Betroffene, die einen Bußgeldbescheid von 250 Euro oder mehr beziehungsweise ein Fahrverbot bekommen haben, können das Verfahren noch anfechten.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 21.04.2021 | 15:00 Uhr

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