Stand: 12.03.2022 15:53 Uhr

Gorleben: Trauerfeier für verstorbenen Atomkraftgegner Stay

Jochen Stay (l-r) von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Wolfgang Ehmke von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und Ursula Schönberger von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad sitzen bei einer Pressekonferenz nebeinander. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Jochen Stay (links), hier bei einer Pressekonferenz im Jahr 2019 mit Wolfgang Ehmke von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und Ursula Schönberger von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, gilt als ein Urgestein der Anti-Atomkraft-Bewegung.

Freunde und Wegbegleiter haben am Sonnabend in Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) Abschied von Jochen Stay genommen. Der Anti-Atomkraft-Aktivist war im Januar im Alter von 56 Jahren gestorben. Die Anti-Atom-Initiative "ausgestrahlt" sprach von rund 400 Teilnehmenden. Sie nutzten die Trauerfeier, um abermals gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken zu demonstrieren. "Elf Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima und im Angesicht des Ukraine-Krieges, der noch einmal drastisch vor Augen führt, wie verwundbar und gefährlich Atomanlagen sind, ist es höchste Zeit, alle AKW abzuschalten, betonte "ausgestrahlt"-Sprecher Armin Simon auf der Kundgebung. Er erinnerte dabei an die erste Großdemonstration gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben vor auf den Tag genau 45 Jahren. Stay hatte sich seit den 1980er-Jahren als Aktivist und Autor für ein Ende der Atomkraft eingesetzt - besonders bei den Castor-Transporten ins Wendland.

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Das Bild zeigt den Atomkraft-Aktivisten Jochen Stay. © ausgestrahlt Foto: Bente Stachowske

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.03.2022 | 14:00 Uhr

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