Wie feiern die Niedersachsen zu Corona-Zeiten Weihnachten?

Stand: 26.11.2020 16:11 Uhr

Wegen der Corona-Krise steht das Weihnachtsfest in diesem Jahr unter ungewohnten Vorzeichen. Wir haben die NDR Niedersachsen Facebook-Nutzer nach ihren Plänen gefragt.

Maximal zehn Personen dürfen in diesem Jahr zusammen Weihnachten feiern. So sehen es die für die Feiertage etwas gelockerten Corona-Beschränkungen vor, die Bund und Länder am Mittwoch beschlossen haben. Für größere Familien heißt das, dass Zusammenkünfte wie in den vergangenen Jahren nicht möglich sein werden. Zudem stellt sich für viele Menschen die Frage, ob sie auf weihnachtliche Besuche freiwillig verzichten wollen, um Angehörige aus den Risikogruppen zu schützen. In einer nicht repräsentativen Umfrage auf der NDR Niedersachsen Facebook-Seite hat sich fast ein Drittel der Nutzer für diese Möglichkeit ausgesprochen. Der Großteil der Befragten will plant jedoch Weihnachtsbesuche im Rahmen der Corona-Regeln.

Kein Verzicht auf die Großeltern

Michaela Tan schreibt beispielsweise, dass sie und ihre Familie an Heiligabend mit genau zehn Personen feiern wollen. Auch die Urgroßeltern werden dabei, schließlich wisse man nicht, ob sie das nächste Weihnachten noch erleben. Bei Maren Frost wird die Familie ebenfalls zu Gast sein. Sie plant jedoch, die Feier nach draußen in einen Pavillon mit Feuerkorb zu verlegen. Dann könnten die Großeltern mit einem besseren Gefühl kommen, findet sie.

Abwarten statt unnötiges Risiko

Joachim Emrich selbst das noch zu riskant. "Wer seine Angehörigen liebt, der verzichtet auf Kontakt, um auch die letzten paar Monate sicher gesund zu bleiben, bis wir die Pandemie überstanden haben", schreibt Emrich. Er befürchtet, dass sonst alle vorherigen Anstrengungen und Opfer umsonst gewesen sein könnten. Auch Sigrun Höppner hält es für besser, auf größere Treffen zu verzichten. "Wo ist das Problem?", fragt sie. "Ich freue mich umso mehr, wenn ich weiß, dass es allen gut geht und ich mich umso mehr darauf freuen darf, wenn wir uns dann später wieder gesund und fit wiedersehen."

Besuche über mehrere Tage verteilen

Tabe Heni wiederum plädiert dafür, die Treffen mit der Familie einfach auf alle drei Feiertage aufzuteilen. "Wir machen das schon immer so - auch vor Corona", berichte sie. "Dann hat man zwar drei Tage was zu tun, aber auch nicht alle auf einmal da, denn das ist viel zu stressig." Genauso sieht das auch Bernhard Lietmann. Dank des langen Wochenendes könne man den Besuch gut von Donnerstag bis Sonntag aufteilen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.11.2020 | 14:00 Uhr

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