Stand: 17.10.2019 18:33 Uhr

Verbotszone rund um Bahnhof Hannover geplant

Die Stadt Hannover hat eine Karte einer möglichen Verbotszone für gefährliche Gegenstände um den Hauptbahnhof veröffentlicht.

Die Stadt Hannover plant rund um den Bahnhof eine "Verbotszone zum Schutz vor gefährlichen Gegenständen" einzurichten. In einem begrenzten Bereich soll es zu bestimmten Zeiten verboten sein, gefährliche Gegenstände bei sich zu haben. Allein im vergangenen Jahr hat es nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen im Bereich um den Bahnhof fast 1.000 Gewaltdelikte gegeben. Seit einigen Monaten kontrolliere die Polizei in dem Gebiet deshalb häufiger.

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Verbot soll in Randzeiten gelten

Nach Angaben der Stadt geht es dabei um Messer, Knüppel oder Baseballschläger - zusammengefasst alle gefährlichen Gegenstände, die nicht unter das Waffengesetz fallen. Das Verbot soll zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens greifen. Zu dieser Zeit geschehen demnach laut Polizeistatistik rund 70 Prozent der Straftaten.

Pfefferspray soll kein Problem sein

Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, sollen dadurch aber junge Frauen, die beispielsweise zum eigenen Schutz nachts ein Pfefferspray dabeihaben, nicht von dem Verbot betroffen sein. Sie dürften das Spray laut Ordnungsdezernent Axel von der Ohe auch weiterhin bei sich tragen. Es solle und könne auch nicht jede unauffällige Person überprüft werden, so Polizeipräsident Volker Kluwe. Die Beamten seien erfahren darin, zu erkennen, bei wem Kontrollen Sinn ergeben. "Es gibt viele bekannte Personen, von denen wir wissen, dass sie zu Gewalttätigkeiten neigen", so Kluwe. Die Polizisten hätten zudem ein geschultes Auge dafür, welche Situationen eskalieren könnten.

Mitglieder des Rates der Stadt Hannover müssen über den Plan noch abstimmen. Stimmt der Rat zu, gilt das Verbot zunächst einmal für drei Jahre.

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Nachrichten aus dem Studio Hannover

15.11.2019 17:00 Uhr
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 17.10.2019 | 17:00 Uhr

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