Stand: 12.10.2018 12:32 Uhr

Tote in Sehnde: Ehemann wegen Totschlags angeklagt

Im Fall der getöteten Frau aus Sehnde (Landkreis Hildesheim) hat die Staatsanwaltschaft den Ehemann angeklagt. Sie wirft ihm Totschlag vor. Der 32-Jährige soll seine Frau im Mai im Streit getötet und die Leiche nahe des Ortsteils Höver abgelegt haben. Kurz zuvor soll er von einem Verhältnis zwischen seiner Ehefrau und deren Chef erfahren haben. Der 32-Jährige bestreitet die Tat.

Kameras filmen Angeklagten nahe des Tatorts


Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zeigen Videos aus Überwachungskameras und ausgewertete GPS-Daten allerdings, dass sich der Tatverdächtige in der Nähe des Leichenfundorts aufgehalten hatte. Außerdem soll der Angeklagte nach dem Tod seiner Frau über das Facebook-Konto der 32-Jährigen noch Nachrichten verschickt haben, um ihren Tod zu verschleiern. Der Mann sitzt seit Ende Juni in Untersuchungshaft.

Arbeitgeber meldet Frau als vermisst

Laut Staatsanwaltschaft soll es am 17. Mai zu einem Streit zwischen dem Ehepaar gekommen sein, bei dem der Angeklagte die Frau tötete. Anschließend habe er die Leiche in einem Gebüsch bei Höver abgelegt, wo sie zehn Tage später von einem Radfahrer entdeckt wurde. Sie war zuvor von ihrem Arbeitgeber als vermisst gemeldet worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.10.2018 | 14:30 Uhr

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