Stand: 17.06.2021 21:11 Uhr

Rassismusvorwürfe: Bahlsen benennt Waffel um

Ein Mitarbeiter steht an einem Fließband mit Leibniz Butterkeks. ©  dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Der neue Waffel-Name "Perpetum" ist nach Konzernangaben vom lateinischen Adjektiv "perpetuus" abgeleitet, was sich mit "beständig" ins Deutsche übersetzen lässt. (Themenbild)

Der Kekshersteller Bahlsen hat aufgrund einer Rassismus-Debatte in sozialen Netzwerken eines seiner Produkte umbenannt. Eine mehrere Jahrzehnte unter dem Namen "Afrika" verkaufte Waffelsorte werde seit Juni im Handel unter dem neuen Namen "Perpetum" angeboten, so ein Sprecher. Das Unternehmen aus Hannover begründete die Umbenennung damit, dass der eigentliche Grund für die Namensgebung vor über 60 Jahren – nämlich der Bezug zum Rohstoff Kakao, der in einigen afrikanischen Ländern angebaut wird – heute nicht mehr wahrgenommen werde. Der neue Name ist nach Konzernangaben vom lateinischen Adjektiv "perpetuus" abgeleitet, was sich mit "beständig" ins Deutsche übersetzen lässt. Im Frühjahr 2020 hatten sich einige Anwender in den Kommentaren zu einem Bahlsen-Bild bei Instagram über den Namen beschwert. Der Konzern kündigte damals an, an einer Umbenennung zu arbeiten. So wolle man vermeiden, dass das Produkt "Assoziationen mit Rassismus" hervorruft, hieß es damals.

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