Spritze mit Corona-Impfstoff wird verabreicht. © picture alliance/Jens Büttner Foto: Jens Büttner

Patientenschützer: Unrechtmäßige Impfung soll bestraft werden

Stand: 03.02.2021 08:54 Uhr

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert strafrechtliche Konsequenzen für Menschen, die sich unrechtmäßig den Zugang zur Corona-Impfung verschaffen. Die neue Impfverordnung sollte dies regeln.

Das sagte Eugen Brysch, Vorsitzender der Stiftung, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Unbefriedigend ist, dass nach dem Entwurf von Jens Spahn Menschen weiterhin straflos bleiben, wenn sie sich unberechtigt eine Impfung erschleichen," so der Patientenschützer.

Brysch: "Konkurrenz unter den acht Millionen Impfberechtigten entzerren"

Der Bundesgesundheitsminister sollte "den Impfanspruch der unter 65-Jährigen in der obersten Prioritätsgruppe jetzt auf das neue Serum von Astrazeneca konzentrieren", schlägt Brysch vor. Damit könnten die anderen Impfstoffe allein den über 80-Jährigen zur Verfügung stehen. "Das wird die Konkurrenz unter den acht Millionen Impfberechtigten entzerren", sagte Brysch. Außerdem plädiert er dafür, eine weitere Pflegeperson in die zweite Prioritätsgruppe aufzunehmen. Schließlich würden die meisten der 5,4 Millionen Hochbetagten zuhause von ihren Angehörigen versorgt.

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Aktuell | 03.02.2021 | 08:00 Uhr

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