Stand: 13.03.2019 14:55 Uhr

Kabelhersteller Nexans schließt Werk in Hannover

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Der Nexans-Standort Hannover ist bald Geschichte.

Der französische Kabelhersteller Nexans schließt seinen Standort in Hannover. Das hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Mittwoch mit einer Stimme Mehrheit beschlossen, wie die Gewerkschaft IG Metall mitteilte. Wann genau das 120 Jahre alte Werk geschlossen wird, ist allerdings noch unklar, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Die IG Metall zeigte sich nach der Entscheidung entsetzt. Die Gewerkschaft will nach eigenen Angaben nun dafür sorgen, dass Nexans das Aus teuer zu stehen kommt. Die Mitarbeiter müssten ordentlich entschädigt werden. IG-Metall-Sprecher Sascha Dudzik forderte außerdem, dass die Entscheidung auch Konsequenzen für den Bau neuer Stromtrassen haben müsse. So sei es politisch nicht mehr vertretbar, wenn Nexans beim Projekt SuedLink beauftragt werde, Kabel zuzuliefern.

Studie konnte Konzernspitze nicht überzeugen

Die Arbeitnehmervertreter hatten bis zuletzt um den Erhalt des Standortes in Hannover gekämpft. Mit einer von einem Wirtschaftsinstitut verfassten Studie wollte der Betriebsrat die Konzernspitze überzeugen, an dem Werk doch noch festzuhalten. Es wurde laut IG Metall unter anderem die Nähe zum Mittellandkanal genannt. Der Umzug der Produktion nach Belgien sei außerdem ökonomisch nicht sinnvoll. Die Fabrik müsste dort erst aufwendig umgebaut werden. Die Vertreter des Unternehmens blieben von diesen Argumenten allerdings unbeeindruckt. Der französische Konzern hatte das Aus des Standortes damit begründet, dass sich die Geschäfte im Bereich der Hochspannungskabel unbefriedigend entwickelt hätten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.03.2019 | 12:00 Uhr

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