Stand: 18.01.2019 14:17 Uhr

Hannover: Die "Leinewelle" kommt

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Heiko Heybey kämpft seit Jahren für die "Leinewelle". (Archivbild)

Grünes Licht für das Innenstadt-Surfprojekt in der Landeshauptstadt: Die Region Hannover hat das Projekt der "Leinewelle" am Freitag wasserrechtlich genehmigt. Damit steht dem Bau einer Surfwelle nahe der Schlossbrücke am Niedersächsischen Landtag nichts mehr entgegen. "Wir freuen uns wahnsinnig", sagt der Initiator des Projekts, Heiko Heybey. Nun müssten die von der Region gestellten Auflagen geprüft werden.

Vereinbar mit FFH-Richtlinien

Auch müsse die Finanzierung geklärt werden. Dafür würden noch weitere Sponsoren gesucht. Das Projekt soll insgesamt rund 1,2 Millionen Euro kosten. Heybey geht davon aus, schon nächstes Jahr mit dem Bau der Surfwelle beginnen zu können. Naturschutzbedenken räumte Heybey im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen aus. Die Stelle in der Innenstadt sei kein Laichhabitat, also kein Bereich, in dem Fische ihre Eier ablegen. Das Gewässer sei hier zudem ohnehin "technisch vorgeprägt": Der Grund bestehe aus Kopfsteinpflaster, statt eines Ufers gebe es links und rechts Wände. Das Gutachten habe die "Leinewelle" als verträglich mit den FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat) bewertet, so Heybey.

FFH-Gebiet - was ist denn das?

FFH steht für Fauna-Flora-Habitat. Nach Informationen des niedersächsischen Umweltministeriums nehmen FFH-Gebiete derzeit etwa 325.000 Hektar der Landesfläche ein (das sind etwa sieben Prozent). Insgesamt sind etwa 71 Prozent der FFH-Gebietsfläche gleichzeitig EU-Vogelschutzgebiet. Die Auswahl der Gebiete konzentrierte sich auf die am besten geeigneten Gebiete zum Erhalt der jeweiligen Lebensraumtypen und Arten.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 18.01.2019 | 09:30 Uhr

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