Stand: 24.03.2019 11:58 Uhr

"Gleichschaltung": Althusmann kritisiert JU-Chef

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CDU-Landeschef Altmusmann hat JU-Chef Kuban für seine Wortwahl in die Schranken gewiesen. (Archivbild)

Der niedersächsische CDU-Vorsitzende Bernd Althusmann hat scharfe Kritik an Äußerungen des neuen Chefs der Jungen Union, Tilman Kuban, geübt. Der 31-jährige Kuban hatte in einem Interview bemängelt, dass sich in den letzten Jahren viele in der CDU nicht mehr wohlgefühlt hätten, weil sie bei der Ausrichtung der Partei eine Gleichschaltung erlebt hätten. Zudem habe er unter dem Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel kontroverse Diskussionen vermisst.

Kuban relativiert Wortwahl

"Von einer Gleichschaltung einer demokratisch verfassten Volkspartei CDU zu sprechen, ist nicht akzeptabel", sagte Althusman. Kuban sei mit seiner Äußerung und mit seiner Kritik über das Ziel hinausgeschossen. "Daher bin ich ihm dankbar, dass er seine Äußerung inzwischen klargestellt und sich entschuldigt hat", so Althusmann. Kuban hatte seine Wortwahl am Sonnabend "unpassend" genannt.

Kritik auch aus Berlin

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler kritisierte, Kuban relativiere den Nationalsozialismus. Die stellvertretende CDU-Chefin Julia Klöckner betonte, Gleichschaltung gebe es in demokratischen Systemen zum Glück nicht. Von einer Gleichschaltung hatten die Nazis gesprochen, als sie 1933 Staatsapparat, Parteien, Verbände und Medien ihren politischen Zielen unterwarfen.

Weitere Informationen

Neuer JU-Chef Kuban will Merz im GroKo-Kabinett

Tilman Kuban ist am Sonnabend zum Vorsitzenden der Jungen Union gewählt worden. Der 31-Jährige aus der Region Hannover ruft die CDU zu selbstbewussteren Wahlzielen auf. (17.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.03.2019 | 17:00 Uhr

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