Stand: 06.08.2020 14:48 Uhr

Ex-Rocker-Chef Hanebuth muss Geldstrafe zahlen

Frank Hanebuth sitzt neben seinem Anwalt in einem Gerichtssaal im Amtsgericht in Hannover. © Picture Alliance Foto: Julian Stratenschulte
Frank Hanebuth ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Im Prozess um einen zusammengeschlagenen Werkstattbesitzer hat das Amtsgericht Hannover gegen Frank Hanebuth, ehemaliger Chef der Rockergruppe "Hells Angels", und vier weitere Angeklagte Geldstrafen verhängt. Eine gemeinschaftliche Körperverletzung sei nicht nachweisbar, eine einfache aber schon, erklärte die Richterin. Hanebuth muss wegen Nötigung und Beihilfe 4.000 Euro Geldstrafe bezahlen. Die übrigen vier Angeklagten wurden zu Geldstrafen in Höhe von 1.200 bis 5.400 Euro für den Hauptangeklagten verurteilt, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Hanebuths Anwalt will Rechtsmittel prüfen

"Was Sie getan haben, war nicht in Ordnung und wird geahndet, aber verhältnismäßig", sagte die Richterin den Verurteilten. Die Anklage hatte auf gemeinschaftliche Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz gelautet. Sowohl der Staatsanwalt, der überwiegend Bewährungsstrafen gefordert hatte, als auch Hanebuths Anwalt wollen nach eigenen Angaben prüfen, ob sie Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.

Beim Vorfall soll es um Mietrückstände gegangen sein

Hanebuth war nach Überzeugung des Gerichts mit weiteren Männern beteiligt, als der 40 Jahre alte Kfz-Mechaniker geschlagen wurde. Die Verurteilten gehören laut Anklage zur Rockergruppe "Hells Angels". Im April 2018 waren sie bei dem Mann erschienen. Bei dem Vorfall soll es um Mietrückstände von 2.500 Euro gegangen sein. Der 40-Jährige sprach dagegen von einem "Konflikt" um seine Ex-Partnerin. Diese sagte aus, sie und ihre 26 Jahre alte Tochter seien von dem Mann bedroht worden. Das Opfer verweigerte die Aussage. Die Polizei habe aus dem Streit "eine Affäre gemacht".

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Hallo Niedersachsen | 06.08.2020 | 19:30 Uhr

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