Stand: 08.04.2020 09:49 Uhr

Corona-Krise: 1,8 Milliarden Kredit für TUI

Mehrere Reiseprospekte liegen im Tui-Reisebüro in Hannover zur Ansicht. © dpa-Bildfunk Foto: Holger Hollemann
TUI will mit der Staatshilfe die Zeit überbrücken, bis das Reisegeschäft wieder aufgenommen werden kann. (Archivbild)

Erleichterung in der Krise: Der Reisekonzern TUI bekommt einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Am 27. März hatte bereits die Bundesregierung ihre Zustimmung gegeben. Jetzt ist der Vertrag mit der staatlichen Förderbank KfW unter Dach und Fach. Das teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Hannover am Mittwoch mit. Das Bankenkonsortium der TUI unterstütze das Konzept und die Einbindung des KfW-Kredites in die bestehende TUI-Kreditlinie, heißt es. Weil gleichzeitig noch Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm vorgenommen werden mussten, war auch das Einverständnis der anderen Kreditinstitute nötig.

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Reiseprogramm vorübergehend ausgesetzt

Mit dem Geld aus dem Staatskredit will TUI die Ausfälle durch die Corona-Krise überbrücken - bis das Reisegeschäft wieder aufgenommen werden kann. Das Unternehmen hatte wegen der Pandemie wie andere Reiseveranstalter das Flug-, Hotel- und Kreuzfahrt-Programm bis Ende April ausgesetzt. Außerdem hatte der Touristikkonzern für seine Beschäftigten Kurzarbeit angeordnet. Diese soll bis 30. September in verschiedenen Bereichen in unterschiedlich hohen Anteilen gelten.

TUI-Chef Joussen: "Kerngesundes Unternehmen"

Das aktuelle Geschäftsjahr 2020 habe mit extrem starken Buchungen begonnen, sagte TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen. Die TUI sei ein "kerngesundes Unternehmen". "Die deutsche Regierung hat schnell gehandelt, um Arbeitsplätze und Unternehmen in dieser Lage zu unterstützen", so Joussen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.03.2020 | 12:00 Uhr

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