Vier Menschen stehen an einem Tui-Schalter. © Picture Alliance Foto: Peter Steffen

Bilanz abgestürzt: Milliardenverlust für TUI im Corona-Jahr

Stand: 10.12.2020 20:49 Uhr

TUI hat im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Verlust in Höhe von 3,1 Milliarden Euro angehäuft. Der Umsatz brach um 58 Prozent ein. Doch der weltgrößte Reisekonzern sieht Licht am Ende des Tunnels.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 hatte TUI noch etwa 416 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres, das bei TUI im Oktober beginnt, sah es gut aus für den Konzern mit Sitz in Hannover. So seien die ersten fünf Monate sehr erfolgreich gewesen, teilte TUI bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen am Donnerstag mit. Im Januar habe man mit einem Plus von 14 Prozent einen Buchungsrekord erzielt, hieß es. Dann brach die Corona-Pandemie über die Welt herein und ab Mitte März musste TUI sämtliche Reisetätigkeiten vollständig einstellen.

TUI erhält drei staatliche Hilfspakete

Der Umsatz von TUI brach von 18,9 Milliarden im Geschäftsjahr 2018/19 auf 7,9 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr ein - ein Rückgang von 58 Prozent. In dem schwierigen Marktumfeld musste der Konzern mehrfach durch staatliche Hilfen gestützt werden. Vergangene Woche hat sich das Unternehmen mit Investoren, Banken und dem Bund auf das dritte Hilfspaket in Höhe von 1,8 Milliarden Euro geeinigt. Angesichts der Krise will TUI noch mehr sparen als bisher geplant, die jährlichen Kosten sollen um 400 Millionen Euro sinken.

2021 rechnet Konzern mit "Übergangsjahr"

Derweil bereitet sich TUI eigenen Angaben zufolge "intensiv auf einen Neustart in 2021 vor". Zwar sei die Pandemie noch nicht vorbei, aber es gebe Licht am Ende des Tunnels und die Perspektiven für den Tourismus und für TUI seien gut, heißt es. Für das kommende Jahr rechnet der Konzern mit einem "Übergangsjahr" für den Tourismus. Für 2022 geht er von einer "Rückkehr zum Niveau vor Corona" aus. "Insbesondere der Urlaubssektor wird sich schneller erholen als der Gesamtsektor", so TUI. Vorstandschef Fritz Joussen erklärte: "Die Aussicht auf Impfungen ab dem Jahresbeginn lässt die Nachfrage nach Sommerurlaub 2021 deutlich steigen."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.12.2020 | 08:00 Uhr

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