Stand: 26.02.2020 19:00 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Abu-Walaa-Prozess: Mitangeklagter auf freiem Fuß

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa, hat das Oberlandesgericht Celle einen Mitangeklagten aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach einem glaubhaften Geständnis des Mitangeklagten stehe die zu erwartende Strafe nicht mehr in einem Verhältnis zu einer Fortdauer der U-Haft, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Vom militanten Islamismus abgewendet?

Der 30-Jährige hatte in einem überraschenden Geständnis Abu Walaa vor zwei Wochen schwer belastet. Der Prediger habe einen direkten Draht zur Terrormiliz Islamischer Staat gehabt und die Ausreise radikalisierter junger Leute aus Deutschland in von der Miliz kontrollierte Gebiete gefördert. Der Mitangeklagte erklärte, er selbst habe sich während der mehr als dreijährigen Untersuchungshaft vom militanten Islamismus abgewendet.

Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich in Celle seit September 2017 wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat verantworten. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 26.02.2020 | 17:00 Uhr

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