Stand: 28.02.2020 19:15 Uhr

Mehr Gewinn: VW glänzt mit starken Verkäufen

Zwei Vögel fliegen vor dem Logo der Volkswagen AG auf dem VW-Tower. © dpa bildfunk Foto: David Hutzler
VW konnte den Gewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern. (Archiv)

Der Volkswagen-Konzern ist ganz offensichtlich wieder in der Spur und hat am Freitag starke Zahlen präsentiert: Obwohl die Branche unter einer schwächelnden Konjunktur leidet, hat Volkswagen im vergangenen Geschäftsjahr erneut deutlich mehr Gewinn erzielt - auch dank steigender Verkäufe sogenannter SUV-Modelle. Unterm Strich legte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu. Das teilte das Unternehmen nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg mit. Der Umsatz des weltgrößten Autobauers stieg um 7,1 Prozent auf 252,6 Milliarden Euro. Gemessen an den Auslieferungen blieb der Konzern 2019 vor dem Erzrivalen Toyota weltgrößter Autobauer. Das Plus betrug 1,3 Prozent auf 10,97 Millionen Fahrzeuge - Toyota kam auf 10,7 Millionen Autos.

Sinkende Kosten bei Abgas-Skandal im Jahr 2019

Wichtiger Faktor - neben dem boomenden Geschäft mit SUV und Einsparungen bei der Kernmarke VW-Pkw - waren offenbar die sinkenden Kosten zur Bewältigung der Diesel-Affäre. Hierfür musste der Konzern im abgelaufenen Jahr 2,34 Milliarden Euro veranschlagen. 2018 hatten noch Sondereinflüsse von 3,18 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Ebenfalls am Freitag hatte sich Volkswagen mit Verbraucherschützern auf einen Vergleich zur Entschädigung von Dieselkunden geeinigt. Die Entschädigung beträgt pro Fahrzeug bis zu 6.257 Euro - insgesamt kostet das den Konzern rund 830 Millionen Euro. Damit dürfte die Diesel-Rechnung noch einmal steigen.

Aktionäre profitieren

In den kommenden Jahren will Volkswagen hohe Summen in den Ausbau der E-Mobilität investieren. Eine wichtige Rolle spielt hier der Start des Kompaktwagens ID.3. Von dem Gewinnsprung im vergangenen Jahr profitieren auch die Anteilseigner: Die Stammaktionäre, darunter die Familien Porsche und Piëch, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen für das abgelaufene Jahr 6,50 Euro je Aktie erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 6,56 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet werden. Der Blick auf das laufende Jahr fällt bei VW allerdings betont vorsichtig aus. Zu den Risiken gehört die maue wirtschaftliche Lage in vielen Absatzmärkten - aber auch die wachsende Unsicherheit durch das neuartige Coronavirus.

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Logo von Volkswagen auf einer Motorabdeckung eines VW Golf 2,0 TDI. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

VW zahlt klagenden Dieselkunden 830 Millionen Euro

Volkswagen hat mit Verbraucherschützern jetzt doch noch einen Vergleich zur Entschädigung von betrogenen Dieselkunden erzielt. Die Entschädigung beträgt pro Fahrzeug bis zu 6.257 Euro. (28.02.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 28.02.2020 | 17:00 Uhr

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