Stand: 12.01.2018 12:06 Uhr

Zweitbestes Umschlagergebnis im Seehafen Rostock

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Zweitbestes Umschlagergebnis: Nur 2008 sind mit 27,2 Millionen Tonnen mehr Güter über die Kaikanten gegangen.

Der Rostocker Hafen hat seine Bilanz erneut verbessert: Im vergangenen Jahr sind dort 26,9 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Dies waren rund 100.000 Tonnen mehr als im Jahr davor, teilte der Hafen am Freitag mit. Es sei gleichzeitig das zweitbeste Umschlagergebnis in der fast 60-jährigen Geschichte des Hafens gewesen.

Schlechte Weizenernte drückt Export

Allerdings fällt der Zuwachs mit 0,3 Prozent deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Vor allem beim Getreideumschlag und bei Stückgütern gab es einen starken Rückgang. Das lag zum einen an der schlechten Ernte 2015/2016, bei der fast drei Millionen Tonnen Weizen fehlten. Zum anderen musste die Offshore-Windbranche Einbußen hinnehmen und so gingen bedeutend weniger Windkraftanlagen über die Kaikante. Außerdem, so Hafengeschäftsführer Gernot Tesch, gab es Probleme in der Abstimmung beim Güterverkehr mit der Deutschen Bahn. So ging auch die Menge der auf der Schiene transportierten Waren zurück.

Bug eines Kreuzfahrtschiffes im Sonnenuntergang

Rekordjahr für Rostocker Häfen

Nordmagazin -

Die Rostocker Häfen konnten 2017 beim Güterumschlag und Passagierverkehr Rekordergebnisse erziehlen. Auch in diesem Jahr rechnen die Hafenbetreiber mit Zuwächsen.

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Fährverkehr und Kreuzfahrer sorgen für Plus

Aufgefangen und schließlich ins Positive gedreht wurde das Gesamtergebnis durch hohe Zuwachsraten im Fährverkehr sowohl bei Passagieren als auch bei Lkw und durch Steigerungsraten etwa beim Import von Raps für die Ölmühlen im Land. Und natürlich durch das Rekordjahr mit 190 Kreuzfahrtanläufen in Rostock und Warnemünde.

Wettbewerb nimmt zu - Auch Rostock investiert

Der Wettbewerb unter den Ostseehäfen wird schärfer: Lübeck und Swinemünde setzen beispielsweise auf Ausbau. Auch in Rostock wird weiter kräftig in die Infrastruktur der Hafenanlagen investiert. Mit 35 Millionen Euro will die Betreibergesellschaft Rostock Port doppelt so viel in die Zukunft stecken wie im vergangenen Jahr. So sollen unter anderem im Schüttgutbereich die Liegeplätze für neue, größere Schiffe angepasst werden - alles schon im Hinblick auf die bevorstehende Seekanalvertiefung. Ein zweistelliger Millionenbetrag ist im Bereich der Kreuzfahrtliegeplätze in Warnemünde eingeplant. Dort soll bis 2020, pünktlich zum 60. Hafengeburtstag, ein zweites festes Terminalgebäude entstehen und die derzeitige Notlösung mit dem mobilen Empfangszelt ablösen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.01.2018 | 12:00 Uhr

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