Stand: 28.01.2019 15:17 Uhr

Zahl der Asylanträge in MV deutlich gesunken

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Der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern ist deutlicher als im übrigen Bundesgebiet. (Archivbild)

Die Zahl der Asylanträge ist im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern wesentlich stärker zurückgegangen als in ganz Deutschland. Wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte, beantragten im Jahr 2018 rund 3.300 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern Asyl. Das waren knapp 1.100 und damit ein Viertel weniger als im Jahr davor. Eingerechnet in die Statistik sind auch die Folgeanträge, in Mecklenburg-Vorpommern waren das 450.

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Die meisten Antragsteller kommen aus Syrien

Im Jahr 2016 hatten im Nordosten noch 7.638 Menschen Asyl beantragt. Die meisten Asylbewerber kamen erneut aus Syrien, Afghanistan und dem Iran. Bundesweit wurden im Vorjahr knapp 186.000 Asylanträge gestellt. Das sind 16,5 Prozent weniger als im Jahr 2017.

Jeder dritte Antrag abgelehnt

Den Angaben zufolge lehnte das Bundesamt für Migration im vergangenen Jahr knapp 35 Prozent aller Asylanträge ab. Anderweitig erledigten sich rund 30 Prozent der Anträge: etwa durch eine Zuweisung in ein anderes europäisches Land nach dem sogenannten Dublin-Verfahren oder weil der Antrag zurückgezogen wurde. Nach den Dublin-Regeln ist normalerweise der EU-Staat für Asylanträge zuständig, dessen Boden Schutzsuchende zuerst in Europa betreten haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.01.2019 | 16:30 Uhr

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