Beschäftigte der Universitätsmedizin Greifswald während eines Warnstreiks © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Stand: 16.11.2021 15:50 Uhr

Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben die Beschäftigten den Druck erhöht: In Mecklenburg-Vorpommern sind unter anderem Beschäftigte der Uniklinik Greifswald und der Hochschule Neubrandenburg in einen Warnstreik getreten.

Im öffentlichen Dienst der Länder hat am Dienstagmorgen ein weiterer Warnstreik stattgefunden. Die Gewerkschaft ver.di hatte Beschäftigte der Universitätsklinik Greifswald, der Straßenmeistereien Anklam und Stavenhagen, des Straßenbauamtes Stralsund und der Hochschule Neubrandenburg zum Warnstreik aufgerufen.

Notdienst an der Uniklinik Greifswald

Der Streik hat nach Gewerkschaftsangaben mit der Frühschicht begonnen und wird bis zum Ende der Spätschicht dauern. Am Universitätsklinikum Greifswald stellt eine Notdienstvereinbarung das Wohl der Patientinnen und Patienten sicher - die COVID-Stationen und die Kinderabteilung werden nicht bestreikt, unaufschiebbare onkologische Operationen finden statt.

Beamte streiken in Schwerin

Parallel zur Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte auch der Beamtenbund in Mecklenburg-Vorpommern zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen. In Schwerin fand er zu Fuß und per Rad statt. Bei einer Kundgebung in der Landeshauptstadt forderte der Vorsitzende des Beamtenbundes in Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Knecht, Wertschätzung, die sich auch im Portemonnaie bermerkbar mache.

Nächste Verhandlungsrunde Ende des Monats

Grund für den Streik sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaft ver.di und der Beamtenbund dbb fordern für 29.000 Arbeitnehmer und 15.000 Beamte in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro; im Gesundheitswesen werden 300 Euro mehr verlangt. Die Tarifgemeinschaft hatte die Forderungen als unrealistisch zurückgewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27. und 28. November statt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.11.2021 | 16:00 Uhr

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