Stand: 20.03.2019 13:00 Uhr

Rostocker Vorstoß zur Finanzierung des Landesmuseums

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Zunächst war geplant, das archäologische Landesmuseum im alten Schifffahrtsmuseum in Rostock anzusiedeln. (Archivbild)

Die Stadt Rostock will sich offenbar an den Kosten für den Bau des Archäologischen Landesmuseums in der Hansestadt beteiligen. Rund 30 Millionen Euro könnten dafür aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt werden, besagt eine Vorlage des Finanzausschusses der Rostocker Bürgerschaft.

Rostocker Oberbürgermeister mit Verhandlung beauftragt

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte Anfang Februar gegenüber der NDR 1 Radio MV geäußert, er wolle keine zweite Elbphilharmonie. Daraufhin gerieten die weiteren Planungen für das Landesmuseum im Rostocker Stadthafen zunächst ins Stocken. Nun plant die Stadt Rostock, noch mehr Geld zuzuschießen. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ist beauftragt, mit dem Land über eine Beteiligung in Höhe von 47 Prozent der Baukosten, aber maximal 30 Millionen Euro zu verhandeln.

Eröffnung zur BUGA 2025 geplant

Ziel sei es, das Archäologische Landesmuseum zur BUGA 2025 eröffnen zu können, allerdings sind an dieses Angebot Bedingungen geknüpft. Unter anderem soll sich das Land im Gegenzug mit 50 Prozent an den Gesamtbaukosten für das neue Volkstheater beteiligen.

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55 Millionen Euro für das Volkstheater?

Auf Mecklenburg-Vorpommern kämen demnach Kosten in Höhe von bis zu 55 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zu. Darüber hinaus möchte die Stadt in die Planung des Gebäudes eingebunden werden und nach der Fertigstellung Tagungs- und Ausstellungsbereiche mit nutzen können, hieß es.

Abstimmung über Vorlage steht noch aus

Zunächst soll die Rostocker Bürgerschaft bei ihrer kommenden Sitzung über die Vorlage entscheiden. Auch das Kabinett in Schwerin muss sich zunächst mit der vorgeschlagenen Finanzierung beschäftigen: Auf Anfrage von NDR 1 Radio MV hat es zum Rostocker Vorstoß bislang keine Stellungnahme aus den zuständigen Schweriner Ministerien gegeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.03.2019 | 13:00 Uhr

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