Stand: 26.06.2020 15:00 Uhr

Schnelle Fähre auf neuer "Königslinie"

Eine rot-weiße Schnellfähre der Förder Reederei Seetouristik aus Flensburg fährt in einen Hafen ein.Sie soll zweimal täglich zwischen Sassnitz und Ystad verkehren. © FRS
Dieses Schiff soll zweimal täglich zwischen Rügen und Schweden pendeln.

Die "Königslinie" über die Ostsee von Sassnitz auf Rügen nach Schweden wird neu aufgelegt. Allerdings wird sie nicht mehr in Trelleborg, sondern 50 Kilometer östlich davon in Ystad anlegen. Die Muttergesellschaft der Weissen Flotte in Sassnitz, die Förde Reederei Seetouristik (FRS) aus Flensburg, will ab Herbst zweimal täglich mit einer Schnellfähre zwischen Sassnitz und Ystad pendeln. Das Schiff kann rund 700 Passagiere und 210 Pkw an Bord nehmen. Es soll die Strecke in zweieinhalb Stunden zurücklegen. Bislang dauerte die Überfahrt rund vier Stunden.

Land hat Zuschuss versprochen

In den kommenden Wochen werden die Auffahrrampen in Sassnitz und Ystad umgebaut. Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hatte vor einem Monat erklärt, sich mit rund 800.000 Euro an den Investitionskosten beteiligen zu wollen. Die ersten Fahrgäste sollen Mitte September an Bord gehen. Die Schnellfähre war bislang zwischen Dänemark und Norwegen unterwegs. Die Förde-Reederei hat sie extra für den Einsatz zwischen Rügen und Schweden von der norwegischen Fjord-Line Reederei übernommen.

126 Beschäftigte betroffen

Anfang April hatte der bisherige Betreiber der seit 111 Jahren bedienten "Königslinie", die Reederei Stena Line, bekannt gegeben, die Fährverbindung dauerhaft aufzugeben. Bis Ende Mai hatten die 126 Beschäftigten noch Kurzarbeitergeld erhalten, Betriebsrat und Stena verhandeln über einen Sozialplan. Dabei ging es auch um den freiwilligen Ausstieg von Mitarbeitern gegen eine Abfindung und die Gründung einer Transfergesellschaft.

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Die Eisenbahnfähre "Sassnitz" fährt vor dem Stadthafen von Sassnitz auf der Ostsee. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.06.2020 | 16:00 Uhr

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