Stand: 28.04.2019 15:01 Uhr

Schleusen: Touristiker kritisieren Investitionsstau

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Der Zustand der Schleusen in Mecklenburg-Vorpommern macht Touristikern Sorgen. (Symbolbild)

Der Landestourismusverband kritisiert den Investitionsstau an den Wasserstraßen in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem der Zustand der Schleusen bereitet dem Verband Sorgen. Man sitze "ein bisschen auf einem Pulverfass", so Tobias Woitendorf vom Landestourismusverband. Irgendwo könne immer mal eine Schleuse ausfallen und vom Netz gehen. "Es gibt seit vielen Jahren Hinweise von Seiten der Touristiker an die Politik, dass hier quasi Gefahr im Verzug ist", so Woitendorf. Der Investitionsstau müsse aufgehoben werden.

Verbindung zu Berlin geschlossen

Jüngstes Negativ-Beispiel ist die Schleuse in Zaaren bei Templin (Brandenburg). Sie gilt als wichtigste Verbindung zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und Berlin und wird aufgrund von Baumaßnahmen bis August geschlossen sein. Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes haben erste Feriengäste ihren Urlaub storniert. Die Industrie- und Handelskammer Potsdam rechnet mit finanziellen Einbußen in Millionenhöhe.

Keine Bundes-Hilfen für Unternehmer

Die Wassertourismus-Unternehmen, die von der langfristigen Sperrung der Schleuse betroffen sind, können nicht auf finanzielle Hilfe vom Bund hoffen. Dazu gebe es keine rechtlichen Möglichkeiten, so eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. Auf Einladung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages werde es aber demnächst ein Gespräch mit den Unternehmern geben, bei dem mit den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nach Lösungen gesucht werden soll.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.04.2019 | 12:00 Uhr

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