Personal in Schutzkleidung läuft über den Flur einer Reha-Station für Covid-Patienten. © NDR

Sana-Kliniken streichen 150 Jobs bei Tochterfirma

Stand: 30.04.2021 16:20 Uhr

Etliche Mitarbeiter einer Tochtergesellschaft der Sana-Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern sollen bis zum Jahresende entlassen werden. Das bestätigte ein Sprecher des Konzerns mit Sitz in Bayern NDR 1 Radio MV.

Die Gewerkschaft ver.di spricht von bis zu 150 Arbeitsplätzen an den drei Standorten in Wismar, Bad Doberan und Bergen auf Rügen. Bestätigt wurde die Zahl vom Unternehmen nicht - wohl aber, dass sämtliche Beschäftigte im Logistik- und Servicebereich der DGS pro-Service GmbH gehen müssen. DGS pro-Service ist eine Tochtergesellschaft der Sana-Kliniken. Die Menschen arbeiten im Hol- und Bringdienst, im Patientenbegleitdienst, dem Wäscheservice sowie der Stationsassistenz. Ausgenommen sei der Bereich Krankenhausreinigung.

Ver.di empört: Entlassungen während der Pandemie ein Unding

Grund für die Entlassungen sind nach Unternehmensangaben erhöhte und komplexe Anforderungen an den Dienstleistungssektor im Krankenhaus, für die die DGS pro.service aktuell nicht ausgerichtet sei. Ver.di-Sprecher Steffen Kühhirt äußerte sich empört: Es sei ein Unding, Beschäftigten im Gesundheitswesen jetzt - in der Corona-Pandemie - zu kündigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.04.2021 | 17:00 Uhr

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