Stand: 23.09.2019 06:00 Uhr

Rostock: Urteil im Prostituierten-Prozess erwartet

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Ein 28-jähriger Rostocker muss mit einer hohen Haftstrafe rechnen. (Archivbild)

Im Prozess um brutale Übergriffe auf zwei Prostituierte in Rostock wird heute das Urteil erwartet. Ein 28-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Rostock verantworten. Der Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses gestanden, im Oktober 2018 sowie im Januar 2019 die beiden Frauen mit einem Messer verletzt beziehungsweise gewürgt zu haben. Er hatte sie nach eigenen Angaben über ein Erotik-Onlineportal zu sich nach Hause eingeladen. Im ersten Fall konnte das Opfer schwer verletzt fliehen und ihn anzeigen. Der Mann wurde jedoch nicht festgenommen.

Strafen zwischen fünf und mehr als sieben Jahren gefordert

Drei Monate später würgte er das zweite Opfer bis zur Bewusstlosigkeit. Er selbst informierte über den Notruf die Polizei. Im Plädoyer hatte sein Verteidiger eine Haftstrafe von fünf Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Sein Mandant habe den beiden Frauen Leid zufügen, sie aber nicht töten wollen.

Vorwurf des versuchten Totschlags fallen gelassen

Auch die Staatsanwaltschaft hatte den ursprünglichen Vorwurf des versuchten Totschlags fallen gelassen und sieben Jahre und sechs Monate Gefängnis beantragt. Ein Psychiater attestierte dem Angeklagten eine sexuelle sadistische Neigung. In seinem sogenannten letzten Wort im Prozess bereute der Angeklagte seine Taten. Er hoffe, die beiden Frauen würden irgendwann wieder ein normales Leben führen können, sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.09.2019 | 06:00 Uhr

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