Stand: 28.08.2020 14:19 Uhr

Rostock: Fünf Männer wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Landgericht Rostock © dpa/ Picture-Alliance
Am Landgericht Rostock endete ein Verfahren um millionenschwere Steuerhinterziehung mittels dubioser Goldgeschäfte mit Haft- und Bewährungsstrafen. (Archivbild)

Im Prozess um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe am Landgericht Rostock ist der Hauptangeklagte zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. In dem Verfahren ging es um dubiose Goldgeschäfte. Die insgesamt fünf angeklagten Männer im Alter zwischen 45 und 63 Jahren haben sich nach Auffassung des Gerichts zwischen 2012 und 2014 rund 1,8 Millionen Euro erschlichen.

Scheinrechnungen ausgestellt, Umsatzsteuer zurückbekommen

Dazu hatten sie mehrere Firmen gegründet, die angeblich mit Gold und Schmuck handelten und sich gegenseitig Scheinrechnungen für nicht erbrachte Leistungen ausgestellt. Unter Mithilfe eines Steuerberaters, der ebenfalls vor Gericht stand, ließen sie sich vom Finanzamt die Umsatzsteuer zurückerstatten. In das Urteil des 55-jährigen Hauptangeklagten floss eine frühere Strafe wegen ähnlicher Delikte mit ein.

Revision angekündigt

Die anderen Männer wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt, teilweise mit bis zu 150 Sozialstunden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des Steuerberaters kündigte an, Revision einzulegen. Er hatte für seinen Mandanten Freispruch gefordert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.08.2020 | 14:00 Uhr

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