Stand: 27.07.2020 19:13 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Reiserückkehrer: Schwesig und Spahn für Corona-Testpflicht

Manuela Schwesig (SPD) verkündet Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Landesregierung um Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) prüft derzeit eine Verschärfung der Quarantäneregeln für MV. (Archivbild)

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Nachrichtenagentur dpa, er werde "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen". Demnach müssen sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten ab kommender Woche auf das Virus testen lassen. Die Tests sollen für die Urlauber kostenlos sein.

VIDEO: Corona-Risikogebiete: Testpflicht für Rückkehrer? (2 Min)

Schwesig: Überlegen, ob Auslandsreise wirklich notwendig ist

Zuvor hatte sich bereits Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dafür ausgesprochen, Reiserückkehrer aus Risikogebieten zu einem solchen Test zu verpflichten. Angesichts des hohen Risikos im internationalen Reiseverkehr müsse man streng bleiben, sagte Schwesig auf NDR Info. "Ich empfehle, dass sich jeder überlegt, ob eine Reise ins Ausland wirklich notwendig ist." Die Landesregierung prüfe derzeit zudem eine Verschärfung der Quarantäneregel in Mecklenburg-Vorpommern. Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt und eine Quarantäne vermeiden will, müsste dann zwei negative Corona-Tests vorlegen.

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Bei einer Frau wird ein Abstrich mit einem langen Wattestäbchen in der Nase gemacht. © pathermedia Foto: ryanking999

Corona: Spahn kündigt Testpflicht für Reiserückkehrer an

Ab kommender Woche müssen sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf das Virus testen lassen. Das will Gesundheitsminister Spahn anordnen. Die Tests sollen für die Urlauber kostenlos sein. extern

Appell an die Vernunft der Menschen

Die Ministerpräsidentin appellierte außerdem an die Vernunft der Menschen, die sich zunehmend zu Partys im Freien treffen. Auch ohne Kontaktverbote sei die Verantwortung jedes Einzelnen gefragt: "Es ist richtig, dass da, wo übertrieben wird, die Polizei solche Veranstaltungen auflöst." Der Staat könne aber nicht 80 Millionen Menschen kontrollieren. Das gemeinsame Ziel aller müsse sein, einen zweiten Lockdown mitsamt den einhergehenden wirtschaftlichen Schäden zu verhindern.

Glawe: Mittel, um Infektionsketten früh zu erkennen

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) bezeichnete die Testpflicht von Rückkehrern aus Risikogebieten als notwendig - "auch aufgrund der bundesweit wachsenden Zahlen". Auf diese Weise ließen sich Infektionen möglicherweise noch rechtzeitig erkennen, so Glawe am Montag. Es bestehe die Chance, Infektionsketten nachzuvollziehen und auch Dritte vor einer potenziellen Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.07.2020 | 18:00 Uhr

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