Stand: 24.03.2020 18:50 Uhr

Olympia verschoben - Sportler aus MV betroffen

Lea Friedrich aus Dassow bei der Bahnrad-WM in Berlin © picture alliance / empics
Für Bahnrad-Sprinterin Lea Friedrich aus Dassow kommt die Verschiebung von Olympia in Tokio nicht überraschend. (Archivbild)

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio werden aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben. Das hat das Internationale Olympische Komitee am Dienstag bekanntgegeben. Für die Sportler aus Mecklenburg-Vorpommern, die in der japanischen Hauptstadt dabei gewesen wären, ist es die richtige Entscheidung.

Ruder-Weltmeister Ocik: Einzig richtige Lösung

Für Ruder-Weltmeister Hannes Ocik aus Schwerin ist es zum einen enttäuschend, wenn man vier Jahre auf dieses Ziel hinarbeitet - zum anderen ist es unter diesen Gesichtspunkten die einzig richtige Lösung. Da unter den aktuellen Bedingungen kein Olympia möglich sei, müsse man die Entscheidung schweren Herzens akzeptieren.

Bahnrad-Sprinterin Friedrich hätte freiwillig verzichtet

Auch die Bahnrad-Sprinterin Lea Friedrich aus Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist traurig über die Entscheidung, aber ihrer Meinung nach war diese absehbar. Friedrich sagte, sie wäre in diesem Sommer nicht nach Tokio geflogen. Nichts sei wichtiger als die Gesundheit, daher hätte sie freiwillig auf einen Start verzichtet.

Hinhaltetaktik schwierig für Sportler und Trainer

Für den Geschäftsführer des Landessportbundes Torsten Haverland kam die Verschiebung nicht überraschend. Er freue sich, dass die Entscheidung zeitnah bekannt gegeben wurde, denn für Sportler und Trainer war die Hinhaltetaktik schwierig. Nach seiner Aussage gab es keine Alternative.

Logistische Herausforderung für Organisatoren

Für die Organisatoren ist die Verschiebung der Olympischen Spiele eine große logistische Herausforderung. Aber auch für die Sportler wird es ein Jahr der Ungewissheit, vielleicht aber auch der Chancen. Ob Athleten, die sich eigentlich bereits qualifiziert hatten, tatsächlich in Tokio dabei sind, ist im Moment noch fraglich. Das müssen die nationalen Spitzenverbände entscheiden, da noch nicht alle Olympia-Qualifikationen abgeschlossen waren. Möglicherweise werden nun auch andere Wettkämpfe als Maßstab genommen, um Olympia-Tickets zu vergeben. Daher könnte auch noch der eine oder andere Sportler aus Mecklenburg-Vorpommern auf den Olympiazug aufspringen.

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Bürgertelefone zum Coronavirus

Zentrale Hotline des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums:
(0385) 588 - 5888
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 15 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Hotlines des Sozialministeriums:
(0385) 588 - 1999-7 und (0385) 588 - 19999 für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen
(0385) 588 - 19995 und (0385) 588 - 19997 für Fragen zu Pflege- und sozialen Einrichtungen
Mo. - Fr. 9 bis 18 Uhr

Hotline vom Kinderschutzbund für gestresste Eltern:
(0385) 479 - 1570
Mo. - Fr. 14 bis 17 Uhr

Seelsorge-Hotline der Nordkirche für Alte und Kranke:
(0800) 454 0106
täglich 14 bis 18 Uhr

Hotline des Landwirtschaftsministerium:
(0385) 588 - 6599
Mo. - Fr. 8 bis 17 Uhr

Gesundheitsamt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:
(0395) 57087 - 5330

Landkreis Vorpommern-Greifswald:
(03834) 8760 - 2300
Mo. - Fr. 8 - 20 Uhr, Sa. + So. 9 - 12 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen:
(03831) 357 - 1000
E-Mail: corona-fragen@lk-vr.de

Landkreis Nordwestmecklenburg:
(03841) 3040 - 3000
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin:
(0385) 545 - 3333
Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr

Landkreis Rostock:
(03843) 7556 - 9999
Von 7 bis 22 Uhr geschaltet

Landkreis Ludwigslust-Parchim:
(03871) 722 - 8800
Mo. bis Do. 8 -12 Uhr/13 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 13 Uhr, Sa. und So. 9 - 16 Uhr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.03.2020 | 16:30 Uhr

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