Stand: 25.09.2019 11:45 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Nord Stream 2: Hunderte Millionen Mehrkosten

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Nord Stream 2 zufolge sind bisher mehr als 2.000 Kilometer Rohre verlegt worden. (Archivbild)

Der Bau der Ostseepipline wird für das Unternehmen Nord Stream 2 wesentlich teurer als geplant. Grund dafür ist nach Unternehmensangaben das verzögerte Genehmigungsverfahren in Dänemark. Die dänischen Behörden hatten den ersten Bauantrag von Nord Stream 2 im Jahr 2017 durch eigene Territorialgewässer nicht genehmigt. Daraufhin war das Erdgas-Konsortium gezwungen, zwei alternative Trassenverläufe einzureichen. Damit verbunden waren weitere Untersuchen des Meeresbodens sowie neue Umweltverträglichkeitsprüfungen.

Genehmigungsverfahren in Dänemark laufen

Nach Angaben von Nord Stream 2 sind beide Alternativrouten gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen nun genehmigungsfähig. Die dänische Energieagentur, die für das Genehmigungsverfahren zuständig ist, sagte gegenüber NDR 1 Radio MV, die Anträge würden derzeit geprüft. Wann das abgeschlossen sei, können man derzeit nicht abschätzen.

Nord Stream 2: "Zusätzliche Kosten wegen Hinhaltetaktik"

Ein Nord-Stream-2-Sprecher bezeichnete das als Hinhaltetaktik von Dänemark. Eine mehrmonatige Verzögerung der Baugenehmigung könnte zusätzliche Kosten von mehreren hundert Millionen Euro zur Folge haben. Schon jetzt kostet Nord-Stream-2-Pipeline mehr als neun Milliarden Euro. Derzeit seien mehr als 2.000 Kilometer Rohre verlegt worden. Ursprünglich wollte Nord Stream 2 Ende dieses Jahres russisches Erdgas in die EU liefern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.09.2019 | 10:00 Uhr

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