Stand: 11.06.2018 07:47 Uhr

Neue Landräte: Kerth, Sternberg und Sack gewählt

In drei Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern haben die Wähler bei Stichwahlen am Sonntag neue Landräte gewählt. Die Wahlbeteiligung war dabei noch geringer als bei der Wahl vor zwei Wochen. In zwei Fällen setzten sich die Kandidaten durch, die auch schon in der ersten Runde vorn lagen. In Vorpommern-Rügen gewann der zunächst unterlegene Bewerber.

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Stefan Kerth (SPD) wurde hier mit 56,6 Prozent der Stimmen zum neuen Landrat gewählt. Er konnte sich bei der Stichwahl laut vorläufigem Endergebnis gegen den CDU-Bewerber Andreas Kuhn durchsetzen. Der Gegenkandidat kam auf 43,4 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag im Landkreis Vorpommern-Rügen bei 20,9 Prozent.

Ludwigslust-Parchim: Sternberg tritt Christiansens Nachfolge an

In Ludwigslust-Parchim setzte sich ebenfalls ein SPD-Kandidat durch. Stefan Sternberg, bislang Bürgermeister von Grabow, hatte bereits im ersten Wahlgang  vorn gelegen. Nun konnte er 63,1 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Klaus-Michael Glaser (CDU) bekam 36,9 Prozent. Damit tritt Sternberg das Erbe des scheidenden SPD-Landrats Rolf Christiansen an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Zur Wahl gingen hier 23,4 Prozent der Wahlberechtigten.

Vorpommern-Greifswald: CDU-Kandidat mit klarem Vorsprung

Am deutlichsten fiel das Ergebnis im Landkreis Vorpommern-Greifswald aus. Neuer Landrat dort wird Michael Sack (CDU). Er gewann mit 79,5 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer, der AfD-Bewerber Axel Gerold, lag laut vorläufigem Ergebnis bei 20,5 Prozent. Sack hatte bereits im ersten Wahlgang rund 25 Prozentpunkte vor Gerold gelegen. Die Wahlbeteiligung lag bei der Stichwahl am Sonntag bei 24,6 Prozent.

Wahlbeteiligung noch geringer

Bei den Landratswahlen vor zwei Wochen hatte sich einzig im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Amtsinhaber Heiko Kärger (CDU) schon im ersten Wahlgang durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl fiel noch geringer aus als beim Wahltermin am 27. Mai. Schon in der ersten Runde ging im Schnitt nicht einmal jeder Dritte ins Wahllokal. Stichwahlen sind traditionell unattraktiver, weil viele Wähler ihre bevorzugten Kandidaten nicht mehr wählen können.

Die Gewählten müssen sich gedulden. Die Amtsübergabe ist erst im Oktober, solange sind die jetzigen Landräte noch Chefs der Kreisverwaltungen. Die CDU stellt nun zwei Landräte in den sechs Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns, SPD-geführt sind vier Kreise.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.06.2018 | 07:30 Uhr

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