Stand: 17.01.2020 14:31 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Meinungsumfrage: Schwesig gibt sich gelassen

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

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Die SPD in MV unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verliert in der neuen Forsa-Umfrage ein Prozent. (Archivbild)

Die SPD-Landesvorsitzende, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, hat gelassen auf die gesunkenen Umfragewerte für ihre Partei reagiert. Schwesig spricht von einer Momentaufnahme. Auch bei anderen Landtagswahlen wie jüngst in Brandenburg sei die SPD lange abgeschlagen gewesen, habe am Ende dennoch gewonnen. Im Land liege die SPD weiter über dem Bundestrend, sagte Schwesig im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Die Zustimmungswerte zu ihrer Person seien außerdem gut und stabil - das könne bei der Landtagswahl den Ausschlag geben.

Kokert äußert sich nicht zur Spitzenkandidatur

Nach der Forsa-Umfrage im Auftrag der Ostsee-Zeitung landet die SPD mit 19 Prozent auf einem Allzeit-Tief. Die Regierungspartei verliert damit ihre Stellung als stärkste politische Kraft an die CDU, die auf 20 Prozent kommt. CDU-Landeschef Vincent Kokert sagte, er sei froh, dass seine Partei die SPD überholt habe. Allerdings zeigten die Zahlen, dass auch bei der Union die Bäume nicht in den Himmel wachsen. "Das muss noch mehr werden", so Kokert. Zu einer Spitzenkandidatur bei der bervorstehenden Landtagswahl wollte er sich nicht äußern. "Wir haben viele geeignete Bewerber". Über die Frage werde ein Parteitag frühstens in einem halben Jahr entscheiden.

Holm will mit AfD stärkste Kraft werden

Der AfD-Landeschef Leif-Erik Holm spricht mit Blick auf die 19 Prozent seiner Partei von einer guten Ausgangslage für den bevorstehenden Wahlkampf, seine Partei wolle stärkste Kraft werden. Die Umfrage belege außerdem "den Niedergang der Schwesig-Regierung".

Oldenburg: "Es gibt viel zu tun"

Linken-Fraktionschefin Simone Oldenburg sieht ihre Partei im Aufwind, 14 Prozent Zustimmung zeigten, dass die Menschen dringend Verbesserung bei der Bildung und eine Angleichung der Löhne wollten. "Es gibt verdammt viel zu tun in diesem Land, es ist noch längst nicht alles gut".

FDP und Grüne sehen sich im Aufwind

Die Grünen sehen in den 13 Prozent bei der Umfrage Rückenwind für einen Wiedereinzug in den Landtag. Die Parteivorsitzende Claudia Schulz meinte, die Menschen im Land wollten eine "starke grüne Stimme im Landtag". FDP-Chef René Domke gibt sich selbstbewusst, er will bei kommenden Wahl mehr als die vorhergesagten 5 Prozent erreichen. Nötig sei eine liberale Stimme.

Forsa-Umfrage im Auftrag der Ostsee-Zeitung

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.01.2020 | 13:00 Uhr

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