Manuela Schwesig

MV will zusätzliche Corona-Schnell- und Selbsttests ordern

Stand: 09.03.2021 18:55 Uhr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Dienstagnachmittag zusätzliche Selbst- und Schnelltests für Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Zudem gibt es strengere Quarantäneregeln an der Grenze zu Polen.

Zu den jetzt vom Bund zugesicherten 220.000 Selbsttests, waren bereits zwei Millionen vom Land zusätzlich bestellt worden. Weitere drei Millionen Selbsttests sollen noch nachbestellt werden, die Betrieb in Schulen und Kitas absichern sollen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Dienstagnachmittag. Insgesamt würden rund 20 Millionen Euro allein für die Selbsttests ausgegeben. Der Finanzausschuss des Landtages muss allerdings noch zustimmen.

Zusätzliche Schnelltests für Kommunen

Zudem sollen die Kommunen mit kostenlosen Schnelltests unterstützt werden. Insgesamt 250.000 Tests würden dafür on top beschafft, erklärte Ministerpräsidentin Schwesig. Die Verteilung von sechs kostenlosen FFP-2-Masken pro Haushalt in Mecklenburg-Vorpommern solle am Donnerstag abgeschlossen werden. Desweiteren würde aufgrund der erhöhten Nachfrage die Impfhotline personell aufgestockt.

Infektionen nun vorrangig bei 35- bis 59-Jährigen

Schwesig betonte, dass die meisten Neuansteckungen inzwischen in der Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren verzeichnet werden. Die höheren Altersgruppen seien jetzt weniger betroffen. Das schrieb sie dem fortgeschrittenen Impfgeschehen in der Prioritätsgruppe eins zu. Außerdem betonte Schwesig, dass mittlerweile rund 30 Prozent der Ansteckungen auf Mutationen zurückgingen.

Quarantäneregeln an der Grenze zu Polen verschärft

Darüber hinaus sollen die Quarantäneregeln an der Grenze nach Polen weiter verschärft werden. Sie treten in Kraft, wenn das Nachbarland zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt wird, kündigte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) an. Zukünftig sollen schärfere Testvorgaben gelten: Jeder Pendler, Schüler oder Familienangehörige, der regelmäßig über die Grenze fährt, muss alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen. Schnelltestzentren sollen noch in dieser Woche an den Grenzübergängen Ahlbeck und Linken in Betrieb genommen werden.

Mit den Maßnahmen bereite sich die Landesregierung auf eine mögliche Einstufung Polens als Hochrisikogebiet vor. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gebe es gegenwärtig sinkende Infektionszahlen, in ganz Polen hingegen stiegen sie. Sollte die Bundesregierung Polen zudem auch zu einem Mutationsgebiet erklären, würde die Quarantänepflicht für Einreisende aus Polen von zehn auf 14 Tage verlängert. Damit hätte Mecklenburg-Vorpommern die strengste Quarantäneregelung bundesweit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 09.03.2021 | 19:00 Uhr

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