Stand: 09.07.2019 18:55 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Hochwasserschutz-Konzept für MV vorgestellt

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Für die erforderlichen Maßnahmen des neuen Hochwasserschutz-Konzepts sind Kosten von rund 100 Millionen Euro veranschlagt. (Archivbild)

Das Land Mecklenburg-Vorpommern will sich auf künftige Hochwasser an den Flüssen besser vorbereiten. Ein entsprechendes Konzept wurde am Dienstagnachmittag in Neu Kaliß vorgestellt. Damit reagiert das Land auf die Hochwasser von 2002 und 2013 und die daraus erwachsenden Anforderungen. Die Planungen sehen unter anderem vor, Deiche zu verlegen und so Flutpolder einzurichten. Ziel müsse es sein, die Entwicklung des Naturraums mit den Ansprüchen des Hochwasserschutzes in Einklang zu bringen, so Umweltminister Till Backhaus (SPD).

Zuständigkeit an Elbe und deren Zuflüssen

Mecklenburg-Vorpommern ist für den Hochwasserschutz an der Elbe um Dömitz und Boizenburg sowie für den Rückstaubereich an den Zuflüssen der Elbe zuständig. Dieser betrifft insbesondere die Müritz-Elde-Wasserstraße, die Löcknitz, die Sude und die Boize. Das bisherige Hochwasserschutzkonzept hatte sich an Wasserständen aus dem Jahr 1983 orientiert. Mittlerweile sind diese aber deutlich gestiegen. Ein neues Konzept zum Schutz von Hochwasser war darum unumgänglich. Erste Maßnahmen daraus sind bereits in Planung.

Millionenschwere Umbauten geplant

Die umfangreichste Maßnahme ist die Rückverlegung des Hafendeiches in Boizenburg. Hier soll ein neuer Deich gebaut und damit rund 74 Hektar als natürliches Überflutungsgebiet der Elbe zurückgegeben werden. Künftig rückt auch die Vegetation zwischen Deich und Flussbett stärker in den Fokus. Diese sei für den Wasserabfluss von großer Bedeutung, erklärte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Für die erforderlichen Maßnahmen sind Kosten von rund 100 Millionen Euro veranschlagt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.07.2019 | 19:00 Uhr

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