Ludwigslust: Ein Mitarbeiter schließt im Impfzentrum den Eine Mitarbeiterin begleitet eine Frau im Impfzentrum zu einer Kabine, in der sie gegen das Coronavirus geimpft werden soll. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Impfzentren in MV nehmen Arbeit auf

Stand: 12.01.2021 16:42 Uhr

In den Corona-Impfzentren Mecklenburg-Vorpommerns haben am Dienstag die Schutzimpfungen begonnen. Da der Impfstoff nur in geringen Mengen vorhanden ist, fiel der Start allerdings verhalten aus.

In Rostock und Schwerin waren jeweils etwa 50 Impfungen geplant, in Trollenhagen bei Neubrandenburg 25. Zwei der landesweit zwölf Impfzentren öffnen nach Auskunft des Gesundheitsministeriums erst in einigen Tagen. Schwerpunkt der Impfungen bleibt in Mecklenburg-Vorpommern vorerst der Einsatz mobiler Impfteams in Altenheimen, weil dort Menschen leben, die besonders gefährdet sind.

Probleme bei der Hotline

Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, soll in den Zentren die Impffrequenz schrittweise erhöht werden. In der Vorwoche waren per Post die ersten 5.000 Einladungen an Menschen über 80 Jahre verschickt worden. Bis Montagmittag wurden dem Gesundheitsministerium zufolge aber erst 360 Termine für die erforderliche Doppelimpfung vergeben. Wer sich einen Termin holen wollte, hatte in den vergangenen Tagen noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Viele Anrufer blieben in der Warteschlange der Hotline hängen oder konnten noch keine Termine vereinbaren.

Einladung per Brief

Die Einladung zum Impfen kommt ausschließlich vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS). Für viele Seniorinnen und Senioren wird die Anreise zum Problem. Manche haben 30 Kilometer und mehr zurückzulegen bis zu ihrem Impfzentrum. Noch wissen die Landkreise und das Gesundheitsministerium nicht, wie geholfen werden kann. Man arbeite aber an Angeboten, hieß es.

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Zweitimpfung notwendig

Mecklenburg-Vorpommern sollte wöchentlich knapp 15.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer bekommen. Die jüngste Lieferung traf am Freitag ein. Da nun aber aus jeder Impfstoffampulle sechs statt wie bisher fünf Spritzen gefüllt werden können, erhöht sich die Zahl auf etwa 18.000. Wegen der notwendigen Zweitimpfung - etwa drei bis vier Wochen nach der ersten - wird aber jeweils nur die Hälfte verwendet. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden für diese Woche 9.750 Dosen an die Impfzentren im Land verteilt. Heute wird auch die erste Lieferung des zweiten in Europa zugelassenen Impfstoffs in Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Es handelt sich um das Präparat des US-Herstellers Moderna. Davon sollen zunächst 1.200 Impfdosen pro Woche in den Nordosten gehen, von Ende Februar an dann etwa 13.000.

Ministerpräsidentin Schwesig gegen Impfzwang

Die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angestoßene Debatte über eine Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal stößt derweil auf wenig Verständnis. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte am Dienstag, jetzt müsse man sich darauf konzentrieren, die zu impfen, die es wollen. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht für sinnvoll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 12.01.2021 | 17:00 Uhr

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