Impfdosen und Impfspritzen stehen auf einem Tisch vor dem AstraZeneca Logo. © picture alliance / Geisler-Fotopress Foto: Dwi Anoraganingrum

Impfen mit Astrazeneca in MV ausgesetzt

Stand: 17.02.2021 19:21 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern hat es eine Panne mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca gegeben. In einigen Fällen ist er zu kalt geliefert worden.

8.400 Impfdosen von AstraZeneca sind am Montag in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Der Impfstoff muss im Bereich zwischen 2 und 8 Grad Celsius ausgeliefert werden. Laut Gesundheitsministerium war die Temperatur beim Transport zu den Impfzentren und in die Krankenhäuser unter 0 Grad Celsius gefallen.

Alle Impfungen mit AstraZenica vorerst gestoppt

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An der Aufklärung der Ursache werde "mit Hochdruck" gearbeitet, versicherte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstagabend. Krankenhäuser und Impfzentren seien informiert. Alle Impfungen mit dem AstraZeneca Impfstoff sind gestoppt. Die Impfdosen wurden erstmal sicher eingelagert, das funktioniert bis zu sechs Monate.

Impfdosen werden eingelagert

Im Landkreis Rostock wurden zum Beispiel 1.000 Dosen zurückgestellt, bis die Prüfung durch das Land abgschlossen ist. Termine in Impfzentren müssten aber nicht abgesagt werden, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Es könne weiter mit dem Impstoff von BioNTech Pfizer geimpft werden. In der Stadt Rostock wurden dagegen 300 für Mittwoch geplante Impfungen abgesagt- auch hier sind 1.000 Dosen von AstraZeneca erstmal sicher eingelagert.

2.200 Menschen wurden mit den AstraZeneca-Dosen geimpft

Neben der Lieferung der Impfdosen am Montag wird auch die vom vergangenen Donnerstag mit 6.000 Impfdosen untersucht. Die Arzneimittelüberwachungsstelle prüfe mögliche Auffälligkeiten, sagte Gesundheitsminister Glawe. Anschließend werde entschieden, wie weiter verfahren wird. Nach Informationen der Krankenhäuser und Impfzentren sind rund 2.200 Personen mit dem Impfstoff AstraZeneca geimpft worden. Gesundheitsminister Glawe appellierte, wer sich von den Geimpften unwohl fühle, solle vorsorglich einen Arzt aufsuchen.

Johnson & Johnson beantragt Impfstoff-Zulassung

Inzwischen hat der US-Hersteller Johnson & Johnson am Dienstag in der EU eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Die europäische Arzneimittelbehörde will das Vakzin bis Mitte März prüfen und darüber entscheiden. Es wäre der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Das Vakzin von Johnson & Johnson hätte eine Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Impfstoffe müssen zweimal gespritzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.02.2021 | 18:00 Uhr

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