Mehrere Polizisten mit kompletter Schutzausrüstungstehen an einem PKW mit geöffneter Kofferraumklappe - im Hintergrund ein gebäude aus DDR Zeiten und mehrere Polizei-Transporter  Foto: Stefan Tretropp

Herrentag: Polizei löst Rockerparty in Güstrow auf

Stand: 14.05.2021 10:33 Uhr

Das durchwachsene Wetter hat der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern einen vergleichsweise ruhigen Herrentag beschert. In Güstrow aber lösten die Beamten eine illegale Party auf und trafen dabei auf Widerstand.

Zusammen gekommen waren Männer aus dem Rockermillieu, sie hatten sich auf einem abgelegenen Areal im Industriepark getroffen. Auf einen Hinweis hin rückten Polizisten aus Güstrow an, unterstützt wurden sie von Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit. Insgesamt nahmen sie 12 Männer fest, die aber leisteten Widerstand, beleidigten die Einsatzkräfte, ein Mann warf eine Flasche auf die Polizisten. Gegen die Festgenommenen wird nun ermittelt - wegen Verstößen gegen die Corona-Landesverordnung und das Infektionsschutzgesetz. Weiterhin wird den Männern Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, der Besitz von Betäubungsmitteln und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Regeln weitgehend eingehalten, auch wegen des Wetters

Darüber hinaus aber blieb es ruhig im Land, heißt es von der Polizei. Lediglich in zwei Fällen seien größere Gruppen Jugendlicher gemeldet worden, die sich aber zerstreuten, sobald die Beamten eintrafen. So zum Beispiel in Plate bei Schwerin - dort hatten sich rund 30 Leute auf einer Wiese getroffen, die Beamten nahmen die Personalien von 22 Feiernden auf. In Kraak stoppte die Polizei ein Traktorgespann - auf dem Planwagen saßen 15 Personen, es kam zu Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen. Außerdem war der Traktor nicht versichert und nicht zugelassen. Illegale Feiern gab es auch in Ludwigslust und in Parchim. "Der Dauerregen hat sicherlich großen Einfluss darauf, dass so wenige Menschen unterwegs sind", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock. Mehrere Mitglieder des Winterschwimmer-Vereins "Rostocker Seehunde" wagten sich unterdessen in Warnemünde in die rund zwölf Grad kalte Ostsee.

Corona-Regeln am Feiertag

Der Polizei im östlichen Landesteil waren ebenfalls keine größeren Zwischenfälle bekannt. Auch dort lockte wohl das laut Polizeiangaben leicht regnerische Wetter nicht unbedingt zu größeren Ausflügen ins Freie. Wie schon im vergangenen Jahr gelten auch in dieses Jahr an Christi Himmelfahrt die Corona-Regeln. Ausflüge sind nur im begrenzten Kreis möglich. Ein Haushalt plus maximal eine Person - größer durfte die Herrentagsparty nicht werden, es sei denn, die Teilnehmer sind vollständig geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankheit genesen.

Um 22 Uhr war Schluss

Wer trotz des mäßigen Wetters sich auf den Weg gemacht hatte, musste allerdings abends die Uhr im Blick behalten. In den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Vorpommern-Greifswald und an der Mecklenburgische Seenplatte gilt - außer für Genesene und Geimpfte - immer noch die nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis 5 Uhr früh.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 13.05.2021 | 08:00 Uhr

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