Stand: 07.09.2020 17:43 Uhr

Große See-Rettungsübung vor Warnemünde

Ein Schiff havariert vor der Küste. Während sechs Mann in einer Rettungsinsel davonkommen, springen zwei über die Reling in die Ostsee, ein weiterer liegt mit gebrochenem Bein noch an Bord - das war das Szenario einer See-Rettungsübung vor dem Strand von Warnemünde am Montag. Drei Stunden brauchten die Rettungskräfte, um die Havarierten und den Verletzten zu bergen und an Land zu bringen, wie Marcel Schuldt von der Einsatzleitung sagte. Dabei sei auch ein Helikopter zum Einsatz gekommen.

VIDEO: Offshore-Rettungsübung vor Warnemünde (3 Min)

Eine Rettungsinsel mit Menschen treibt in der Ostsee vor Warnemünde - im Rahmen einer großen See-Rettungsübung © ndr.de Foto: Jürgen Opel
Eine Rettungsinsel mit Übungsteilnehmern wurde eingesetzt, um die Bergung von Schiffbrüchigen zu simulieren.
Ölbekämpfungsschiff: Einsatz musste entfallen

Ein Teil der Übung - nämlich das Aufnehmen von aus dem Schiff ausgelaufenem Öl - musste allerdings entfallen, wie Schuldt sagte. Das Ölbekämpfungsschiff habe einen echten Einsatz gehabt und deshalb nicht an der Übung teilnehmen können. Trotzdem wurde eine Rettungsinsel abgesetzt. Darin befanden sich mehrere Personen, zwei Menschen trieben zudem frei im Wasser.

Zusammenspiel der Rettungskräfte üben

Gemäß den Planungen lief der Rettungskreuzer Theo Fischer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus und sollte die erste im Einsatzgebiet eintreffende Einheit sein. Ein Helikopter musste die zwei im Wasser treibenden Menschen aufnehmen und abtransportieren. Das Ziel der Rettungsübung war, das Zusammenspiel aller beteiligten Einheiten zu üben. Mit dabei waren den Angaben zufolge auch Feuerwehrleute und ein Notarzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 07.09.2020 | 19:00 Uhr

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