Stand: 12.11.2017 19:28 Uhr

Fremdenfeindliche Angriffe mit Hammer

Die Polizei in Neubrandenburg hat einen 20-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung mit fremdenfeindlicher Motivation vorläufig festgenommen. Der Verdächtige soll am Sonnabend zwei Männer mit Migrationshintergrund angegriffen haben.

Verfolgungsjagd mit fremdenfeindlichen Sprüchen

Der Festgenommene soll aus einer Wohnung in der fünften Etage Blumentöpfe auf einen 24-Jährigen geworfen und diesen beschimpft haben. Danach soll der Tatverdächtige das Opfer - ein Deutscher irakischer Herkunft - mit einem Hammer verfolgt haben. Dabei habe der Angreifer fremdenfeindliche Sprüche wie "Scheiß Ausländer! Geh zurück in Dein Land!" gerufen.

Schlag mit Hammer ins Gesicht

Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass der gleiche Verdächtige vorher schon einen 31-jährigen Syrer in der Nähe angegriffen und diesen mit einem Hammer ins Gesicht geschlagen haben soll. Das Opfer wurde mit einer Platzwunde im Gesicht im Krankenhaus behandelt. Der Tatverdächtige wurde in der Nähe gestellt - nach Polizeiangaben soll er angetrunken gewesen sein.

Staatsschutz ermittelt gegen bekannten Gewalttäter

Der Verdächtige ist der Polizei bereits bekannt - unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizei Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei steht die politische Motivation der Angriffe im Mittelpunkt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.11.2017 | 09:00 Uhr

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