Stand: 25.03.2019 12:00 Uhr

Förderung für Asbestsanierung in Kleingartenanlagen

Seit 25 Jahren darf kein Asbest mehr hergestellt und eingesetzt werden. Aber der krebserregende Stoff ist in Mecklenburg-Vorpommern noch vielerorts vorhanden - so beispielsweise in Kleingartenanlagen. Die Entsorgung der Altlasten ist sehr teuer und überfordert die Vereine. Deshalb hat das Land dem Landesverband der Gartenfreunde 2017 eine Förderung zugesagt, die nun kommen soll.

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Richtlinie tritt direkt in Kraft

Die Förderrichtlinie ist am Montag im Amtsblatt erschienen und tritt bereits Dienstag in Kraft. Das hat die Sprecherin im Landwirtschaftsministerium, Eva Klaußner-Ziebarth, auf Anfrage von NDR 1 Radio MV bestätigt. Korrekt handelt es sich nicht um eine neue, sondern um die überarbeitete Richtlinie zur Förderung des Kleingartenwesens im Land, die um den Asbestpassus ergänzt ist.

Förderung plus Eigenleistung

Das Land fördert die Kleingartenvereine jährlich mit 90.000 Euro. Nun erhalten sie bis 2021 250.000 Euro zusätzlich, um asbesthaltige Baustoffe fachgerecht zu demontieren und zu entsorgen. Das sind in diesem und im nächsten Jahr je 100.000 Euro und im dritten Jahr noch einmal 50.000 Euro - vorausgesetzt, sie legen 10 Prozent aus der eigenen Tasche dazu. Somit werden 90 Prozent der Kosten gefördert.

Vereine können Förderung beantragen

Es ist aber nicht vorgesehen, dass jeder Kleingärtner Förderung beantragen kann. Denn mit diesen Mitteln sollen nicht private Lauben und Gartenhäuser saniert werden. Darum muss sich jeder Kleingärtner selbst kümmern. Das Geld können Vereine beantragen, wenn sie abgestimmte Konzepte vorlegen, wenn sie alte Vereinshäuser abreißen oder leergezogene Parzellen beräumen wollen. Pro Parzelle gibt es dann maximal 1.000 Euro.

Anträge jetzt abgeben

Die kleinen Asbest-Teile, so sagte es der Landesvorsitzende des Verbandes der Gartenfreunde Robert Kröger, sind wohl weitgehend entsorgt, aber an Häusern und Schuppen sei noch viel Asbest vorhanden. Deshalb warten viele Vereine dringend auf die Förderung. Ihre Anträge müssen sie umgehend beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin einreichen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.03.2019 | 12:00 Uhr

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