Das Kreuzfahrtschiff "AIDAblu" der Reederei AIDA Cruises liegt im Seehafen Rostock. Der Sicherheitsbereich am Hafenbecken ist eingezäunt. © dpa Foto: Bernd Wüstneck

Erstes Aida-Kreuzfahrtschiff wieder unterwegs

Stand: 18.10.2020 12:02 Uhr

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat nach Corona-bedingt siebenmonatiger Unterbrechung das Reisegeschäft wieder aufgenommen. Die "AIDAblu" legte am Sonnabend in Italien zu einer Kreuzfahrt ab. Mehrere Landgänge sind geplant.

Nach siebenmonatiger Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie hat die Rostocker Reederei Aida Cruises das Reisegeschäft wieder aufgenommen. Nach Angaben von Aida-Sprecher Hansjörg Kunze legte die "AIDAblu" am späten Samstagabend im italienischen Civitavecchia zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der Westküste bis Sizilien und zurück ab.

Nachfrage laut AIDA groß

Landgänge sind demnach unter anderem in Neapel, Palermo und Rom geplant. Aufgrund der Corona-Schutzvorkehrungen sei das Schiff aber nur mit 1.000 Passagieren und damit weniger als zur Hälfte belegt, so Kunze. Die Reise stehe bis Mitte Dezember noch mehrmals auf dem Programm, die Nachfrage sei groß. Anfang November solle eine Tour mit der "AIDAmar" rund um die Kanarischen Inseln starten.

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Bei Landgängen muss Gruppe zusammenbleiben

Die Reederei hat laut Kunze zuvor zusammen mit den Behörden ein Corona-Sicherheitspaket entwickelt. So sei ein Covid-19-PCR-Test mit negativem Testergebnis, welcher nicht älter als drei Tage sein dürfe, Voraussetzung für den Reiseantritt. Vor dem Einstieg werde zudem kontaktlos die Temperatur gemessen. Bei Gästen, die sich vor Reisebeginn in einem Corona-Risikogebiet aufhielten, werde im Hafenterminal ein weiterer Covid-19-Test gemacht. Zudem gelten den Angaben zufolge in den Bordrestaurants die gleichen Sicherheitsstandards wie an Land. Bei Landgängen blieben die Passagiere zusammen. Wer sich von der Gruppe entferne, dem könne der Zugang zum Schiff verwehrt werden, erklärte Kunze.

Branche mit Milliardenverlusten durch Corona

Die Reederei hatte im März die Reisen auf ihren 14 Schiffen eingestellt. Michael Thamm, Chef der Costa Gruppe, zu der Costa Crociere und Aida Cruises gehören, bezifferte die Verluste für sein Unternehmen auf 1,5 Milliarden Euro. Der deutsche Geschäftsführer des internationalen Branchenverbands Clia, Helge Grammerstorf, schätzt die Verluste der gesamten Branche auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 18.10.2020 | 12:00 Uhr

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