Ein schwimmendes LNG-Terminal aus der Vogelperspektive © picture alliance / ZUMAPRESS.com Foto: Excelerate Energy, Inc.

Energiestandort Lubmin: Planungen für LNG-Anschluss abgeschlossen

Stand: 02.09.2022 17:40 Uhr

Schon in diesem Monat sollen die Bauarbeiten für den LNG-Anschluss an das deutsche Ferngasnetz beginnen. Demnächst sollen die dafür erforderlichen Unterlagen beim Bergamt Stralsund eingereicht werden.

Dem Unternehmen Gascade zufolge seien die Planungen für den Anschluss an das Ferngasnetz bereits abgeschlossen. Ob bereits in diesem Monat mit dem Bau begonnen kann, hängt Gascade zufolge von der Bearbeitungsdauer ab. Die Leitung soll das schwimmende Flüssigerdgas-Terminal (FSRU) im Hafen Lubmin mit der Station, die das Gas in die Fernleitungen einspeist, verbinden. Über sie wird das Gas, das zuvor auf dem schwimmenden Terminal im Hafen erhitzt wird, in die Verteilstation geleitet.

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Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 und der Übernahmestation der Ferngasleitung OPAL. Im Vordergrund sind unscharf zwei Arbeiter mit Helmen zu sehen. © dpa Foto: Stefan Sauer

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Erster Anschluss an deutsches Fernleitungsnetz

Das Unternehmen plant den Bau des LNG-Anschlusses gemeinsam mit den Betreibern der NEL- und OPAL-Leitungen, die das angelandete Erdgas nach Deutschland und Europa weiterverteilen. Nach Angaben von Gascade wäre es der erste LNG-Anschluss an das deutsche Ferngasnetz. Sie soll nach Unternehmensangaben eine Einspeisekapazität von etwa 6 Gigawatt pro Stunde haben.

LNG-Terminal soll schon im Winter Betrieb aufnehmen

Insgesamt sollen vor der Küste von Lubmin zwei Terminals entstehen, an denen das Flüssiggas von Tankschiffen in das bestehende Leitungsnetz eingespeist werden kann. Zuletzt waren jedoch immer wieder Zweifel laut geworden, ob diese Pläne in der Kürze der Zeit überhaupt realisierbar seien.

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Lubmin: Markus Söder (CSU - M), Ministerpräsident von Bayern, und Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, besichtigen am Energiestandort Lubmin, auf dem Gelände der Firma Gascade Gastransport GmbH, den geplanten Einspeisepunkt der Firma Deutsche ReGas GmbH &Co. KGaA für Flüssiggas (LNG). © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer/dpa

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 03.09.2022 | 09:00 Uhr

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