Ministerpräsidentin Manuela Schwesig © NDR Foto: NDR

Corona: Schwesig wirbt für strenge Regeln im Dezember

Stand: 16.11.2020 20:51 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern wird es in den nächsten Tagen keine weiteren Corona-Einschränkungen geben. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach dem jüngsten Coroana-Gipfel von Bund und Ländern.

Am 25. November werde über weitere Maßnahmen für Dezember und Januar beraten. Sie sei dafür, vorerst weiterhin mit Kontakt-Einschränkungen streng zu sein, um über Weihnachten und Silvester mehr Treffen in den Familien und mit Freunden möglich zu machen, so Schwesig. Möglicherweise müssten nach den Feiertagen jedoch die Regeln wieder verschärft werden. Ein Gesamtkonzept für die beiden kommenden Monate müsse der Bevölkerung und der Wirtschaft Planungssicherheit geben. Sie halte nichts davon, alle 14 Tage per Salami-Taktik neue Einschränkungen oder Lockerungen zu verfügen.

Schwesig: Shutdown wirkt in MV

Der Teil-Shutdown für November, so Schwesig, habe für Mecklenburg-Vorpommern Wirkung gezeigt. Die Dynamik sei aus dem Infektionsgeschehen herausgenommen worden. Der Inzidenzwert für das ganze Land liege inzwischen wieder unter 50. Ab Inzidenzwert 50 gilt eine Region als Risikogebiet. Das gilt derzeit in Mecklenburg-Vorpommern für zwei Landkreise.

Appell: Kontakte weiter einschränken

Kontaktbeschränkungen seien das Erfolgsrezept, um die Infektionszahlen zu senken. Die Ministerpräsidentin appellierte deshalb an die Bevölkerung, auch private Treffen vielleicht über das Maß des derzeit rechtlich Zulässigen hinaus einzuschränken. Umso weniger Kontakte, desto weniger Erkrankungen und Tote, erklärte Schwesig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.11.2020 | 20:00 Uhr

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