Corona-Hilfen des Bundes: MV dringt auf höhere Abschläge

Stand: 29.11.2020 08:53 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern will zusammen mit Hamburg auf mehr Hilfe vom Bund für von der Pandemie besonders betroffene Unternehmen dringen. Die Deckelung der Abschläge auf 10.000 Euro sei zu niedrig, hieß es.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) fordert mehr Geld vom Bund für die Unternehmen, die wegen der Pandemie schließen müssen. Dazu werde Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit Hamburg am Montag auf der Konferenz der Wirtschaftsminister einen entsprechenden Antrag einbringen, kündigte Glawe nach dem "MV-Gipfel" am Sonnabend an.

Glawe verweist auf länger andauernde Schließungen

In dem Initiativantrag soll es insbesondere um die Abschlagszahlungen - also vorgezogene Teilzahlungen des gesamten Unterstützungsbetrags - gehen, die Unternehmen ausgezahlt bekommen, die von Schließungen betroffen sind und Hilfen beim Bund beantragt haben. Derzeit sind diese Abschläge auf 10.000 Euro gedeckelt. Glawe meint, das sei vor dem Hintergrund, dass die Schließungen immer wieder verlängert würden, zu wenig.

Großteil der Hilfen soll noch 2020 fließen

Dies betreffe vor allem die Bereiche Hotellerie und Gastronomie, so Glawe. Der Dezember sei für die Branche normalerweise einer der umsatzstärksten Monate. In dem Antrag wird gefordert, dass die betroffenen Unternehmen bis zu 500.000 Euro Abschlagszahlungen erhalten können. "Dadurch würde sichergestellt, dass Antragsteller die Möglichkeit haben, einen wesentlichen Teil der Hilfe noch im Jahr 2020 zu erhalten", so Glawe weiter. Hilfen sind insgesamt bis zu einer Höhe von einer Million Euro möglich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.11.2020 | 12:00 Uhr

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