Stand: 07.07.2019 10:46 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Bundeswehr aus Waldbrandgebiet verabschiedet

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Generalmajor Carsten Breuer verabschiedet sich von den Anwohnern rund um Lübtheen.

Mit einem großen Appell hat sich die Bundeswehr am Sonnabend aus dem Waldbrandgebiet rund um Lübtheen verabschiedet. Die Einwohner der ehemals evakuierten Orte Trebs, Jessenitz-Werk, Volzrade und Alt Jabel bedankten sich am Abend bei den Soldaten unter anderem mit stehenden Ovationen. Als Zeichen der Anerkennung hatten sie die Uniformen der Einsatzkräfte gewaschen. Bereits am Freitagabend beendeten die Löschhubschrauber der Bundeswehr ihren Einsatz. Am Sonnabend rückten schließlich auch die Bergepanzer ab.

Waldbrand auf etwa 400 Hektar eingedämmt

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Mit Bergepanzern hat die Bundeswehr eine breite Schneise in den Wald geschlagen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Die Lage im Waldbrandgebiet rund um Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat sich weiter entspannt. Die vielen Helfer von Bundeswehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, DRK und den Freiwilligen Feuerwehren konnten die Fläche, auf der es noch brennt, bis zum Sonntag auf etwa 400 Hektar eindämmen. Das Feuer kann sich nicht weiter ausdehnen. 30 Meter breite Schneisen im Wald verhindern das. Auch der erhoffte Regen hat am Sonnabend eingesetzt. Insgesamt waren seit Ausbruch des Feuers rund 4.000 Einsatzkräfte rund um die Uhr im Einsatz.

Katastrophenalarm soll am Montag aufgehoben werden

Für den Straßenverkehr bleiben die Zufahrten nach Alt Jabel noch gesperrt. Autofahrer müssen das Gebiet auch weiterhin großzügig umfahren, damit die Einsatzkräfte nicht behindert werden. Am Montag wird das Gelände rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz wieder an den Eigentümer, die Bundesforstanstalt, übergeben. Dann soll auch der Katastrophenalarm aufgehoben werden.

Bundesinnenminister Seehofer in Lübtheen erwartet

Nach Ansicht der Landesregierung hat der Waldbrand bei Lübtheen viele Gefahren der zum Teil hohen Munitionsbelastungen einiger Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern verdeutlicht. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sieht dabei vor allem den Bund in der Pflicht, möglichst schnell für mehr Sicherheit zu sorgen. Das Thema will sie unter anderem mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erörtern. Er wird am Mittwoch in Lübtheen erwartet, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Mittagsschau kompakt | 07.07.2019 | 12:00 Uhr

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