Stand: 11.12.2019 14:10 Uhr

Buga-Gesellschaft drängt auf Entscheidung aus Rostock

Eine Grafik zeigt einen Entwurf des Stadthafens in Rostock zur Bundesgartenschau BUGA 2025 mit einem neuen Landesmuseum (links), einer Fußgängerbrücke über die Warnow und einer Markthalle (rechts). © Hanse- und Universitätsstadt Rostock
So könnte das Bild des Stadthafens Rostock im Zuge der Buga verändert werden. (Grafik-Entwurf)

Die Deutsche Bundesgartenbaugesellschaft (DBG) erwartet von Rostock eine verbindliche Aussage zur Ausrichtung der Schau im Jahr 2025. Die gegenwärtig vor allem über die Medien geführte Debatte, ob die BUGA von der Rostocker Bürgerschaft überhaupt gewollt ist oder nicht, sei nicht zielführend, hieß es auf Nachfrage von NDR 1 Radio MV aus der Geschäftststelle in Bonn.

DBG wartet auf verbindliche Entscheidung

DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner zufolge muss bis spätestens Ende April kommenden Jahres eine definitive Entscheidung aus Rostock in Bonn vorliegen. Anderenfalls müsse sich die Gesellschaft nach neuen Ausrichtern für 2025 umschauen, hieß es. Sandner sagte, man beobachte die Diskussion um die BUGA in Rostock in Gänze, als auch die über einige schwer zu realisierende Großprojekte und wisse, dass intensiv um die Vorbereitung gerungen werde.

Buga-Kosten für Rostock auf 60 Millionen geschätzt

Allerdings vermisse die DBG bis jetzt über den politischen Streit in der Bürgerschaft hinaus, dass Begeisterung und Vorfreude auf so ein Großereignis in die Bevölkerung getragen werde. Dies sei zuvor in vielen anderen Städten der Fall gewesen, wie zum Beispiel in Schwerin. Rostocks Oberbürgermeister Madsen beziffert die Gesamtkosten für die BUGA 2025 inklusive Förderung auf 153 Millionen Euro. Gut 60 Millionen gingen zu Lasten des städtischen Haushalts. Bis zum Frühjahr erwartet der Verwaltungschef einen klares Votum der Bürgerschaft zur BUGA.

Madsen stellte BUGA in Frage

.

AUDIO: 100 Tage im Amt: Rostocks neuer OB Madsen (33 Min)

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hatte zuvor die Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) 2025 in der Hansestadt in Frage gestellt. "Wenn die BUGA der Katalysator für die Stadtentwicklung ist, dann würde ich die BUGA lieben. Ansonsten ist die BUGA nice, aber nicht zwingend erforderlich", sagte Madsen im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Entscheidend sei vielmehr die Entwicklung der Stadt insgesamt. Vor allem die Gestaltung des Stadthafens mit einer Brücke sei "ein Riesenprojekt", das kurzfristig oder innerhalb von fünf Jahren nicht umzusetzen sei.

Weitere Informationen
Der Rostocker Oberbürgermeister während einer Pressekonferenz im November 2019. © dpa Foto: Bernd Wüstneck

Rostocks OB: BUGA nicht "zwingend erforderlich"

Rostocks Oberbürgermeister Madsen hat Zweifel an der Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 in der Hansestadt angemeldet. Die BUGA sei eine nette Sache, aber nicht "zwingend erforderlich". mehr

der Rostocker Stadthafen © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck/dpa

BUGA 2025: Offizieller Zuschlag für Rostock

Rostock hat den offiziellen Zuschlag für die Ausrichtung der BUGA 2025 erhalten. Ausschlaggebend sei das überzeugende städtebauliche Gesamtkonzept gewesen, so die Bundesgartenschaugesellschaft. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.12.2019 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Eine Regionalbahn fährt in Hamburg in den Hauptbahnhof ein. Zwei Reisende stehen am Bahnsteig. © dpa picture alliance Foto: Daniel Bockwoldt

Azubi-Ticket in MV startet im Februar 2021

Im Februar 2021 startet in MV das sogenannte Azubi-Ticket. Für Berufs- und Fachschüler kostet es einen Euro pro Tag. mehr

Eine Frau bekommt im Kosmetikstudio eine Gesichtsmaske.  Foto: Robert Przybysz

Corona: Kosmetiksalons bleiben vorerst geschlossen

Kosmetiksalons, Massagepraxen und Sonnenstudios bleiben in Mecklenburg-Vorpommern wegen der unverändert hohen Infektionsrate weiterhin geschlossen. mehr

Grafik mit der aktuellen "Corona-Ampel" für Mecklenburg-Vorpommern. © NDR

Corona: 160 neue Infektionen in MV, zwei weitere Todesfälle

Vier Landkreise und die Landeshauptstadt gelten als Risikogebiet. Der Landesinzidenzwert steigt weiter auf jetzt 48,9. mehr

Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz gelagert. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

Ostsee-Pipeline: Wird jetzt weitergebaut?

Trotz weiterer US-Sanktionsdrohungen könnten dieses Wochenende die Arbeiten an "Nord Stream 2" wiederaufgenommen werden. mehr