Stand: 28.10.2019 05:56 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Binnenschifffahrt hofft auf nassen Winter

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Der eingeschränkte Schleusenbetrieb sorgte für lange Wartezeiten. (Archivbild)

Nach dem trockenen Sommer und niedrigen Wasserständen hoffen Bootsverleiher und Fahrgastschiffer im Land auf einen nassen Winter. Sie befürchten schlechtere Geschäfte im nächsten Jahr, sollte der Wasserstand weiter sinken.

Touristen müssen lange an Schleusen warten

Der größte Schiffsverleiher im Land, Kuhnle Tours, macht sich Sorgen. Der Müritz fehle fast ein halber Meter - das sei der niedrigste Stand seit 2003. Das Problem seien die langen Wartezeiten an den Schleusen, nicht der Tiefgang der Schiffe. Wegen des Niedrigwassers hätten die Schleusen ihren Betrieb eingeschränkt. Durch fehlende Absprachen mit der an Schleusen vorrangig bedienten Fahrgastschifffahrt müssten die Touristen dann noch länger warten.

Schleusensperrung in Zaaren macht Probleme

"Noch ein heißer Sommer und es könnte kritisch werden", sagte auch Steffen Schulz von Jachtcharter Schulz in Waren an der Müritz. Für dieses Jahr fällt seine Bilanz noch positiv aus: "Rückblickend war die Saison besser als 2018, die Region ist weiterhin sehr beliebt." Die Schleusensperrung in Zaaren habe zwar dazu geführt, dass man einige Schiffe über die Straße verlegen musste, sonst seien die Einschränkungen aber gering gewesen.

Fahrgastschiffe können nicht alle Anleger ansteuern

Die Fahrgastschifffahrt habe ebenfalls Probleme mit dem Niedrigwasser gehabt, hieß es von der Weißen Flotte Müritz. Manche Anleger konnten gar nicht mehr angefahren werden. Die Drei-Seen-Fahrt mit dem Dampfschiff musste ebenfalls gestrichen werden.

Laut Tourismusverband machen rund fünf Prozent der Touristen in Mecklenburg-Vorpommerns einen Wassersport-Urlaub. Schätzungsweise gebe es rund 150 Charterunternehmen im Nordosten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.10.2019 | 06:00 Uhr

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