Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchenden in Wismar - ein Hochhaus hinter einem Zaun - im Vordergrund ein Schild mit dem Hinweis auf Quarantäne  Foto: Christoph Woest

Wismar: Bewohner und Mitarbeiter im Flüchtlingsheim werden geimpft

Stand: 29.03.2021 07:28 Uhr

In Wismar werden heute die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende geimpft. Dort gab es Anfang März vier postive Tests.

Daraufhin mussten 250 Bewohner in Quarantäne. Der Landkreis Nordwestmecklenburg sieht die Wohnsituation in den Häusern im Norden von Wismar als besonders verwundbar an. Diejenigen, die dort untergebracht sind, können sich nur schwer aus dem Weg gehen - in der Unterkunft leben sehr viele Menschen auf engem Raum: In kleinen Ein- oder Dreibettzimmern wohnen etwa 270 Menschen. Jeweils vier Personen teilen sich einen Sanitärbereich. Jeweils eine Küche und ein Gemeinschaftsraum werden von 18 Menschen genutzt.

Immunisierung nach Reihenfolge in der Impfverordnung

Durch die Impfungen in der Unterkunft soll ein größerer Ausbruch verhindert werden - der würde ja nicht nur die Häuser selbst betreffen, sondern hätte Auswirkungen auf die gesamte Stadt und den Landkreis. Deshalb können sich alle Bewohner und Mitarbeiter über 18 Jahre nun impfen lassen. Bewohner von Unterkünften dieser Art stehen wegen der besonderen Form der Unterbringung auch vergleichsweise weit oben in der Impfreihenfolge. Sie gehören nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes zur Priorität 2 - ebenso wie zum Beispiel auch Menschen, die älter als 70 Jahre sind, sowie Polizisten und Ordnungskräfte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.03.2021 | 12:00 Uhr

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