Stand: 06.11.2018 07:51 Uhr

Beteiligung zu Windkraft in Westmecklenburg

Diese 150 Meter hohe Windmühle gehört derzeit zu den größten Anlagen. © © NDR/PIER 53 Filmproduktion/Carsten Rau
Für einzelne Gehöfte gilt künftig ein Abstand von mindestens 800 Metern. (Symbolbild)

Noch in diesem Jahr soll die Öffentlichkeit an den Planungen für künftige Windeignungsgebiete in Westmecklenburg beteiligt werden. Ein Entwurf mit Karten und Hintergründen soll veröffentlicht werden. Das hat der Regionale Planungsverband am Montagabend beschlossen.

Vorgaben sind zu berücksichtigen

Damit hat jeder Gelegenheit, Einfluss auf künftige Standorte von Windrädern in Westmecklenburg zu nehmen. Allerdings innerhalb klarer Vorgaben für Windeignungsgebiete. Der Verband hatte dazu bereits festgelegt, das Windräder zum Beispiel mindestens 1.000 Meter von Städten und Gemeinden entfernt sein müssen - ein Mindestabstand von 800 Metern gilt für einzelne Gehöfte. Auch auf Denkmäler und geschützte Tiere nehmen die Planungen Rücksicht.

Tausende Eingaben bei erster Öffentlichkeitsbeteiligung

Mit diesen Vorgaben schränkt der Verband die Möglichkeiten für Investoren grundsätzlich ein. Der Bundesgesetzgebung nach könnten Windräder nach einer Einzelfallprüfung überall außerhalb von Städten und Dörfern gebaut werden. Bei der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung 2016 waren 3.000 Stellungnahmen von Institutionen und Verbänden und 5.000 Einwände von Bürgern eingegangen.

Windeignungsgebiet Ludwigslust-Ost bleibt erhalten

Der Planungsverband hat außerdem beschlossen, dass das umstrittene Windeignungsgebiet Ludwigslust-Ost Teil der Regionalplanung für potentielle Windkraftareale bleibt. Bei der vorherigen Sitzung hatte die Verbandsversammlung das Areal an der A14 für mögliche Windräder gesperrt - die Windkraftanlagen könnten die historische Kulisse Ludwigslusts stören. Dagegen hatte der Vorstand Einspruch eingelegt. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen - bei der Öffentlichkeitsbeteiligung kann jeder Widerspruch einlegen.

Wismars Bürgermeister übernimmt Vorsitz

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) wurde als neuer Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands bestimmt. Beyer folgt auf Rolf Christiansen (SPD), der sich nicht mehr zur Wahl als Landrat gestellt hatte. Stellvertreter sind die Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss (SPD), und der Landrat von Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD). Die Planungsregion Westmecklenburg umfasst die Kreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg, sowie die Landeshauptstadt Schwerin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.11.2018 | 06:30 Uhr

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